Willingshausen deja vue ? Wursthimmel und Scheunentor serviert von Janosch Feiertag

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‚Der Jugend eine Stimme geben‘ – Plakat-Ausstellung im Landratsamt bis 24. Februar

Schulleiterin Carla Fassold-Luttropp, Mitte, bedankte sich für die Möglichkeit im Landratsamt ausstellen zu können. Landätin Kirsten Fründt betonte in Ihrer Ansprache die Bedeutung der Schulsozialarbeit. Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert, links, verwies auf den Kalender im Rahmen dieses Projekts. Foto Markus Morr.

Schulleiterin Carla Fassold-Luttropp, Mitte, bedankte sich für die Möglichkeit im Landratsamt ausstellen zu können. Landätin Kirsten Fründt betonte die Bedeutung der Schulsozialarbeit. Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert verwies auf den Kalender dieses Projekts. Foto Markus Morr.

Marburg 31.12.2015 (pm/red) Im Kontext einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurde die Ausstellung ‚Der Jugend eine Stimme geben‘ im Foyer des Landratsamts in Marburg-Cappel eröffnet. „Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit der Schulsozialarbeit mit den Klassen 8 bis 10 an der Hinterlandschule, Standort Steffenberg, umgesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und da es der Wunsch der Jugendlichen war, mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen, haben wir es gerne ermöglicht, im Landratsamt ausstellen“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt. Sie hob dabei die Qualität und Aussagekraft der Plakate hervor.

Die beteiligten Schülerinnen und Schüler hatten MitschülerInnen ab Klasse 8 zu Freizeit, Schule, Konsumverhalten, Mediennutzung, Liebe und Freundschaft, Zukunft und Gesundheit befragt. Diese Befragung hatte ergeben, dass eine Mehrheit sich Gedanken um eine eigene Familie machen, die Hälfte aller Jugendlichen im 10. Schuljahr raucht und 85 Prozent der befragten Jungen gaben an, dass sie ‚zocken‘, wenn sie online sind.

Ausstellung Plakate Wir haben eine StimmeDie Umsetzung der Idee durch die Gruppe erhielt die Gestalt von mehreren großformatigen Fotoplakaten. Diese können vom 30. Januar bis 24. Februar 2015 im Foyer der Kreisverwaltung betrachtet werden.
Das Projekt ‚Der Jugend eine Stimme geben‘ wurde von Simona Lison, Mitarbeiterin beim bsj Marburg verwirklicht, der vom Landkreis Marburg-Biedenkopf seit 2006 an der Schule mit der Umsetzung der Schulsozialarbeit beauftragt ist.

Landrätin Fründt betonte bei der Eröffnung, wie wichtig ihr dieses Angebot der Jugendhilfe an den Schulen sei. „Alle Gesprächspartner haben mir versichert, dass die Schulsozialarbeit positive Spuren an der Schule hinterlassen hat. Das auf die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Projekt ist dafür ein eindeutiger Beweis. Jugendliche haben damit die Möglichkeit, sich mit Anliegen an die Öffentlichkeit zu wenden.“

Plakat wir haben eine StimmeSchulleiterin Carla Fassold-Luttropp zeigte sich begeistert über das Engagement: „Hier war nichts von der vielbeschworenen Politikverdrossenheit der jungen Menschen zu spüren. Den am Projekt Beteiligten war es wichtig, mehr von den Themen und Problemen ihrer Mitschülerinnen und Mitschülern zu erfahren und dies dann der Öffentlichkeit vorzustellen, ihren Anliegen eine Stimme zu geben. Dies ist für mich gelebte Demokratie an unserer Schule“.

Patrick Schmidt, Mitarbeiter des bsj Marburg und Schulsozialarbeiter an der Hinterlandschule Steffenberg, führte in Vertretung von Simona Lison gemeinsam mit am Projekt beteiligten Jugendlichen in die Ausstellung ein. Die Schülerinnen und Schüler selbst diskutierten mit den Besuchern über heutige Probleme. Schmidt betonte, dass neben der Gestaltung der Fotoplakate die Diskussion über die Befragungsergebnisse und die Formulierung jugendpolitischer Aussagen wesentlicher Inhalt bei den Gruppentreffen gewesen seien.

Zu der Ausstellung ist ein Fotokalender mit den Titel ‚Der Jugend eine Stimme geben‘ präsentiert worden. Er wurde mit Unterstützung des Vereins ‚Laut gegen Gewalt‘ auf Initiative von Kreistagsvorsitzendem Detlef Ruffert realisiert.