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Planungsbüro des Stadthallenumbaus mit deutschem Architekturpreis ausgezeichnet

Foto vom Richtfest in der Stadthalle im November 2014. Sternbild-Archiv Foto Hartwig Bambey

Foto vom Richtfest in der Stadthalle im November 2014. Sternbald-Archiv Foto Hartwig Bambey

Marburg 09.02.2015 (pm/red) Mit dem ‚Preis für Architektur in Deutschland 2014‘ sind die Planer und Denker des Umbaus der Marburger Stadthalle zum Erwin-Piscator-Haus ausgezeichnet worden, informiert das städtische Presseamt. Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt/Main hat den Preis an das Münchener Architekturbüro Hess/Talhof/Kusmierz vergeben. Die Jury unter der Leitung der letztjährigen Preisträgerin, Jórunn Ragnarsdóttir aus Stuttgart, votierte einstimmig für den Gewinner.

Vor zehn Jahren gründeten Thomas Hess und Johannes Talhof ihr Architekturbüro, nachdem sie beide bei Allmann Sattler Wappner gearbeitet hatten. Vier Jahre später kam Fedor Kusmierz hinzu. Hess/Talhof/Kusmierz hatten bereits 2008 mit der Weiterentwicklung eines neuartigen räumlich-pädagogischen Konzepts einen Wettbewerb für die Grundschule am Arnulfpark in München gewonnen und dürfen nun die Schule planen. Zu den weiteren exponierten Projekten, die sie derzeit realisieren, gehört der Umbau der Marburger Stadthalle.

Schnittzeichnungen des Architekturbüros machen den Ansatz der Modernisierung der Stadthalle an der heutigen Struktur deutlich. Der zentrale große Saal der Stadthalle ist Herzstück und bleibt bestehen. Veränderungen und Erweiterungen leiten sich davon ab und orientieren sich daran.

Schnittzeichnungen des Architekturbüros machen den Ansatz der Modernisierung der Stadthalle an der heutigen Struktur deutlich. Der zentrale große Saal der Stadthalle ist Herzstück und bleibt bestehen. Veränderungen und Erweiterungen leiten sich davon ab und orientieren sich daran. Büro Hess/Talhof/Kusmierz

 

Das veränderte Erwin-Piscator-Haus wird dabei im Architekturstil Elemente vom benachbarten Audimax und vom Universitätsverwaltungsgebäude aufgreifen. Der erhalten gebliebene Veranstaltungssaal wird mit großen Glasflächen ausgestattet, so dass ein lebendiges Haus mehr als vorher mit dem Umfeld kommuniziert. Das neue Erwin-Piscator-Haus stehe somit in der Architektur für Offenheit, Transparenz und Demokratie, so der Magistrat der Stadt Marburg.

In dem neuen urbanen Zentrum wird dabei von Beginn an auf das Miteinander der beteiligten Akteure gesetzt. In Betrieb genommen werden soll das Gebäude Anfang des Jahres 2016. Das Erwin-Piscator-Haus wird künftig nicht nur zentrale Veranstaltungsstätte und Theaterspielstätte sowie ein dem Tourismus in Marburg adäquates Zentrum sein, sondern auch einen neuen Rahmen für die anerkannte Arbeit des Kulturladens KFZ bieten. Nicht zuletzt erhält die Martin-Luther-Schule vier neue Räume für den Musikunterricht.

Auf www.marburg.de/piscator können alle Interessierten den Baufortschritt am Erwin-Piscator-Haus anhand einer Bildergalerie verfolgen. Zum Richtfest hatten Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel, Bürgermeister Dr. Franz Kahle sowie Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach im November rund 250 Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Verwaltung, Handwerker, Bauleitung, Anwohner und spätere Nutzer des derzeit größten Bauprojekts der Universitätsstadt begrüßt. „Zusammen mit der Universitätsentwicklung ist der Umbau ein historisches Stadterneuerungsprojekt für Marburg“, erklärte der Oberbürgermeister damals.