Prof. Ursula Birsl: Zunehmender Antifeminismus ist Teil rechter Ideologie

Marburg 14.02.2019 (pm/red)  Antifeminismus werde vor allem von Hochgebildeten und Adligen vorangetrieben – das sagte die Marburger Politikprofessorin Ursula Birsl in ihrem Vortrag über „Antifeminismus (nicht nur) in der radikalen Rechten“ im Stadtverordnetensitzungssaal. Zu dem …

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Cyrano de Bergerac in Marburg – Liebe und Leiden in Mantel und Degen vor dem Rathaus

Cyrano de BergeracMarburg 31.5.2016 (yb) Wer will, kann die Auswahl des Cyrano de Bergerac vom Hessischen Landestheater Marburg als diesjähriges Sommer-Open-Air für den Marburger Marktplatz zeitgeistig einordnen. Wir leben im Zeitalter vielgeforderter Inklusion. In dem Stück geht es um verkannte und vergebliche Liebe des geistvollen und – weil mit übergr0ßer Nase geborenen – häßlichen Cyrano und dessen Händel mit einem konkurrierendem Liebhaber mit schönem Antlitz im Werben um die Liebe der schönen Roxane. Mehr zum Inhalt des romantisch-komödiantischen Versdramas –>bei Wikipedia. Das von Edmont Rostand 1897 geschriebene Stück hat für manch eine/n Bekanntheit in Gestalt der Verfilmung mit Gérard Depardieu. Daniel Sempf verkörpert die Titelrolle in der Marburger Inszenierung überzeugend, im Spiel kraftvoll wie in seinen geistvollen Wortbeiträgen souverän.

Ob man nun inklusiv, rein unterhaltend oder als ewigen Konflikt zwischen dem Geist und fader körperlicher Attratkivität einordnet, oder ob man in Marburg einfach mal Theater open-air erleben will, die Premierenaufführung brachte rüber, dass Hingehen und Zuschauen jedenfalls unterhaltsam gerät. Auch wenn die Premiere statt 90 Minuten satte 20 Minuten länger spielte, bringt das Ensemble mit vielen Fechtszenen, kleinem Situationswitz, eingestreuten Dekonstruktionen bei Assesoires und Bühnenbild und einer ambitionierten Verkörperung das dramatische Geschehen rüber.

Warum für Pressefotografen erneut Fotografierverbot durchgesetzt wurde, muss deutlich in Frage gestellt werden. Auch das in eine ZENSUR. Das Bühnenbild ist zwar puristisch, eigenlich nur eine Holzbühne mit Leiter, Tischen und Bänken. Doch die Rathausfassade passt bestens, wird mitunter angestrahlt und zusammen mit den zeitgemäßen Kostümen wurde das Spiel um die Liebe im Militärkontext mit Mantel und Degen und Kanonendonner aus Lautsprecherboxen greifbar.

Nach der mit viel Applaus bedachten Premiere am 27. Mai  gibt es weitere Aufführungen am
01.06.2016, 21.00 Uhr
02.06.2016, 21.00 Uhr
03.06.2016, 21.00 Uhr
04.06.2016, 21.00 Uhr
05.06.2016, 21.00 Uhr
07.06.2016, 21.00 Uhr
09.06.2016, 21.00 Uhr
10.06.2016, 21.00 Uhr
11.06.2016, 21.00 Uhr
12.06.2016, 19.00 Uhr