Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

Kassel 08.01.2020 Gastbeitrag von Roland Irslinger | In der Wohlfühl-Ökoszene um Autor Peter Wohlleben herrscht die Meinung, man solle wegen des Klimaschutzes den Wald besser in Ruhe lassen statt ihn zu nutzen. In einer Studie …

Lesen Sie den gesamten Beitrag »
Philipps-Universität

Stadt Marburg

Verkehr

Kultur

Wohnen

Home » Rundschau

Zehn Arbeitsgelegenheiten für geflüchtete Menschen

Marburg 5.8.2016  (pm/red). Etwas Sinnvolles tun und selbst tätig werden, diesen Wunsch haben sehr viele geflüchtete Menschen, auch wenn die Erlaubnis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge noch fehlt. Eine gesetzlich gestützte Möglichkeit sind vorab sogenannte Arbeitsgelegenheiten (AGL). Das Sozialamt der Stadt Marburg hat mit dem Kreisjobcenter des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der gemeinnützigen Praxis GmbH als Träger zehn AGL-Plätze in der Kleiderkammer Gisselberg geschaffen.

Aufgenommen wurden die Tätigkeiten im Mai. „Vieles war als die Arbeitsgelegenheiten starteten noch offen. Doch zwei Punkte waren völlig klar: Alle Frauen und Männer, die sich zur Teilnahme an dieser Arbeitsgelegenheit gemeldet hatten, möchten nicht für ungewisse Zeit in Untätigkeit oder Isolation verharren“, erläuterte die Leiterin der Geschäftsstelle für Flüchtlingsbetreuung der Stadt Marburg, Andrea Heilmann. „Auch die ehrenamtlich Mitarbeitenden profitieren von diesem Projekt. Die Zusammenarbeit mit Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft macht allen Spaß, sie lockert unseren Alltag auf und ermöglicht es, voneinander zu lernen“, ergänzte Martina Schnell, die als Hauswirtschafterin der Praxis GmbH auch für die Betreuung der AGL-Teilnehmenden zuständig ist.

Dass Asylbewerberinnen und Asylbewerber nicht direkt eine bezahlte Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt finden, hat ganz unterschiedliche Ursachen. Der triftigste Grund ist eine fehlende Erlaubnis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), in Deutschland zu bleiben. Doch auch mangelnde Deutschkenntnisse oder eine in Deutschland nicht anerkannte, aus dem Herkunftsland mitgebrachte Qualifikation hindern die Menschen an dieser Integration.

Mit dem Projekt der Arbeitsgelegenheit will die Stadt Marburg mit dem Kreisjobcenter und der Praxis GmbH den Einstieg ermöglichen. Träger ist die gemeinnützige Praxis GmbH, die jahrelange Erfahrung mit der Beratung, Qualifizierung und Vermittlung von Arbeitslosen hat. Seit Anfang Mai betreut sie aus ihrem Herkunftsland vertriebene Frauen und Männer und bietet ihnen einen solchen Beschäftigungsersatz. Ausübungsort dieser Tätigkeit ist die von Universitätsstadt Marburg und Deutschem Roten Kreuz in Kooperation betriebene Kleiderkammer in Gisselberg.