EnRich: Zukunftskonzept für geschlechtersensible Forschung

01.03.2024| Im Wortlaut.  Es stellt sich zunehmend heraus, dass geschlechterrelevante Aspekte für objektive und zuverlässige Ergebnisse von wissenschaftlicher Forschung von großer Bedeutung sind. Mit dem Projekt „EnRich“ will die Philipps-Universität Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützen, …

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56 Erst- bis Viertklässler aus Amönau rannten für MS-Betroffene

Zufrieden nach vielen Runden beim Run for Help waren die teilnehmen Grundschüler/innern aus Amönau und mit ihnen Bürgermeister Spanka. Foto nn

Zufrieden nach vielen Runden beim Run for Help waren die teilnehmenden Grundschüler/innen aus Amönau und mit ihnen Bürgermeister Spanka. Foto nn

Marburg 2.10.2016 (pm/red) 56 Erst- bis Viertklässler und ein Bürgermeister gingen beim ‚Run for Help‘ der Grundschule Wetter-Amönau  zugunsten MS-Betroffener an den Start. Um die Kinder zu motivieren und seine Solidarität mit den an Multiple Sklerose Erkrankten zu zeigen, hatte der Bürgermeister der Stadt Wetter, Kai-Uwe Spanka, nicht nur die Schirmherrschaft über den Lauf übernommen, sondern er lief sogar mit. Der Erlös kommt der Beratungs- und Betreuungsarbeit für MS-Betroffene in Hessen und der örtlichen MS-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf zugute, die vorab die Grundschule besucht und die Schüler über Multiple Sklerose informiert hatte.

Plakat mit Fußabdrücken der Teilenehmenden.

Plakat mit Fußabdrücken der Teilenehmenden.

Passend zum „Run for Help“-Motto „Gesunde Füße laufen für kranke Füße“ hatten die 56 Schüler der Grundschule Amönau (Ortsteil der Stadt Wetter, Kreis Marburg-Biedenkopf) ein Plakat gestaltet, das sie vor dem Lauf präsentierten. Jeder einzelne Schüler hatte sich auf diesem mit einem bunten Fußabdruck verewigt. „Mit Euren Füßen habt Ihr ein buntes Zeichen auf dem Plakat gesetzt. Jetzt nutzt Ihr Eure Füße als ein Zeichen der Hilfe“, freute sich Bernd Gökeler, Leiter der MS-Gruppe Marburg-Biedenkopf, über diese beeindruckende Geste der Grundschüler.

Warm machen vor dem Start.

Warm machen vor dem Start.

Voll des Lobes für den Einsatz der Erst- bis Viertklässler zeigte sich auch der Bürgermeister der Stadt Wetter, Kai-Uwe Spanka: „Ich freue mich, dass eine Grundschule aus unserer Stadt einen solchen Sponsorenlauf ausrichtet. Das ist eine Bereicherung.“ Zugleich wünschte der Rathauschef allen „Spaß und Durchhaltevermögen“. Aber der Bürgermeister beließ es nicht bei einem Lippenbekenntnis. Der passionierte Langstreckenläufer hatte sich in der Stadtverwaltung ebenfalls Sponsoren gesucht, die zusagten, ihn bei seinem Lauf mit einer Spende zu unterstützen, hatte morgens seine Sportklamotten angezogen, war in die Laufschuhe geschlüpft, hatte sich kurzerhand unter die 56 Erst- bis Viertklässler der Grundschule Amönau gemischt und lief bis zur letzten Runde mit.

Startkommando von Schulleiterin Bender. Foto nn

Startkommando von Schulleiterin Bender mit Bürgermeister Spanka und Bernd Gökeler von der MS-Gruppe Marburg-Biedenkopf, rechts. Foto nn

Und schließlich konnte Schulleiterin Helke Bender den Startschuss geben. Motiviert vom guten Zweck und begleitet von den Anfeuerungsrufen der Lehrer, Familien und der acht MS-Mitglieder aus der MS-Selbsthilfegruppe drehten sie um den Sportplatz ihre Runden. Sie alle wussten: Der Erlös kommt MS-Betroffenen in Hessen und in der Region zugute. So geht es beim ‚Run for Help‘ nicht nur um die sportliche Leistung. So haben die Grundschüler im Vorfeld des Spendenlaufs einiges über die neurologische Erkrankung Multiple Sklerose erfahren: Die MS-Betroffenen Bernd Gökeler, Leiter MS-Gruppe Marburg-Biedenkopf, und Heike Emmel sowie Sylvia Buxmann, die bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Landesverband Hessen die Sponsorenläufe ‚Run for Help‘ koordiniert, waren vorab mehrmals in der Grundschule gewesen.

Im Unterricht erzählten sie anschaulich den Erst- bis Viertklässlern, was Multiple Sklerose mit dem Körper anstellt, wie es ist, damit zu leben, und mit welchen Einschränkungen sich ein Betroffener arrangieren muss. Auf die Art und Weise sollen die Schüler frühzeitig für den Umgang mit chronisch Erkrankten und mit Menschen mit Behinderungen sensibilisiert werden. Unterstützt wurden sie bei ihrer Aufklärungsarbeit von Schulleiterin Helke Bender und Lehrerin Petra Jäger, die das Projekt federführend an der Schule organisiert hat.

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