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vhs-Programm mit 700 Kursen zwischen Fototagen und Reformation

Marburg 12.2.2017 (pm/red)  Am 6. Februar ist das neue Sommersemester-Programm der Volkshochschule (vhs) Marburg erschienen und 14 Tage später beginnen die ersten Kurse. Ein Blick in das Programmheft lohnt auf jeden Fall und wer sich auf dem Laufenden halten will oder Neues dazulernen, kann bestens fündig werden. So leistet das Angebot einen großen Querschnitt. Das Luther-Jahr 2017 bildet sich mit speziellen Angeboten ebenso ab wie auch die in Kassel bevorstehende documenta 14. Natürlich finden sich viele Klassiker, wie die Fototage. Es gibt zahlreiche Deutschkurse mit gezielten Angeboten für Migrationen. Dagegen sind wichtige Themenbereiche eher spärlich vertreten. Dazu gehört die Welt des Digitalen, des Internet und der zunehmend über das Netzt vermittelten Angebote oder Inhalte. Zu den sogenannten „social media“, die nicht erst seit den einschlägigen Kurznachrichten von US-Präsident Donald Trump via Twitter, wachsende und schwierige Bedeutung haben, finden sich keines Angebotes werden. Dies gilt ebenso für den wachsenden Bereich von Friezeit und Spielangeboten, wie NetBet Casino.

Bei der Vorstellung wurde betont, dass die Volkshochschule eine Bildungseinrichtung ist, die alle BürgerInnen erreichen soll.  Bewährtes werde fortgeführt und wie immer gibt es auch Neues. Es gibt rund 700 Kurse, darunter etwa 100 zum ersten Mal.
Ein früher Höhepunkt sollen Marburger die Fototage sein, die vom 17. bis 19. März in den Räumen der vhs ausgerichtet werden. Mehr als 200 Bilder sind dann auf fünf Etagen zu sehen. Ein Ausstellungsthema heißt „Leere Räume“. Veranstaltet werden die Fototage mit Vorträgen und Workshops in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fotografen, die als Kursleiter an der vhs tätig sind.

Daneben gibt es  neue Angebote wie arabische Kalligraphie, einen Schreinerkurs oder das „Rhythmusrad“. Exkursionen nach Frankfurt zur Ausstellung der Werke von René Magritte und zur documenta 14 nach Kassel komplettieren das Programm. In Einzelveranstaltungen, bei Stadtspaziergängen, in Ausstellungsführungen, in einem historischen Spezialkurs, im Bereich Theater sowie im Philosophischen Café  werden die Reformation und ihre Wirkung thematisiert und diskutiert.

In der politischen Bildung geht es wieder um Themen der Gegenwart, so im Politischen Salon, unter anderem mit einer Veranstaltung zum modernen Populismus. Deutschkurse für MigrantInnen werden weiter als Voraussetzung für gelingende Integration angeboten. Für Ergänzung sorgt die vhs-Lernwerkstatt, die an drei Tagen in der Woche in der Deutschhausstraße geöffnet ist und die Möglichkeit bietet, mit Unterstützung, die Kenntnisse der deutschen Sprache zu erlernen, zu trainieren und auszubauen.

Im Programmbereich Gesundheit werden Vorträge zum Thema und über 100 Kurse zur Bewegung und Entspannung geboten. Neu im Programm sind Bildungsurlaubsveranstaltungen. Achtsamkeitstraining, Stressbewältigung, Yoga, Selbstmanagement und wertschätzende Kommunikation sollen zu Gelassenheit und innerer Stärke verhelfen.

Im Programmbereich Beruf und EDV finden sich Kurse zur Doppelten Buchführung, zur Rhetorik und eine Vielzahl von Grundlagen- und Vertiefungskursen zur EDV. Schwerpunkte sind Bildsortierung und Bildbearbeitung, auch in Ergänzung zu den Fototagen, sowie Einführungen in kostenlose Programme für den Büroalltag und zur Gestaltung von Homepages. Das war es dann schon zum Bereich des Digitalen. Obwohl immer mehr Nutzer via Bildschirm online unterwegs sind, zeigt sich die vhs Marburg hier eher unterbelichtet. Dabei gäbe es unter dem Stichwort Medienkompetenz, Mißbrauch und den wachsenden Problem von „Fake-News“ eine Menge zu leisten. Auch Spielangebote online, zum Beispiel der Bereich von Wetten, Sportwetten und Online-Kasinos, ist ein wachsendes Feld für viele NutzerInnen. Vielleicht gibt es in Zukunft diesbezügliche Angebote auch von der vhs Marburg.