Einsamkeit im Alter: Eine Bratwurst beim Stadtfest mitzuessen, wäre schon schön gewesen

Marburg 15.07.2019 (pm/red) „Wir haben Dich nicht gefragt, ob Du zum Stadtfest mitkommen willst, es ist doch zu beschwerlich für Dich“. Es stimmt, denkt die angesprochene, ältere und behinderte Person. Es wäre zu beschwerlich, aber …

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Wie kann die gesetzliche Rente vor Altersarmut schützen?

Marburg 23.2.2017 (pm/red) Die  Reformen der Agenda 2010 kommen umso mehr in das Bewusstsein als deren gravierende Folgen spürbar werden. Dazu zählt die Absenkung des Rentenniveaus, von der Millionen Menschen in Altersarmut gebracht werden. Die LINKE lädt ein zu einer Informationsveranstaltung mit Dr. Achim Kessler, Sozialexperte der hessischen LINKEN.

Dabei geht es um eine weit verbreitete und zugleich falsche Behauptung. Weil es immer mehr Renter/innen gibt, müsse das Rentenniveau sinken und das Eintrittsalter steigen. Dieses Credo wird seit Jahren unterschiedslos von SPD, CDU/CSU, Grünen, FDP und neuerdings auch von der AfD heruntergebetet. Geht es nach ihnen, soll das Niveau der gesetzlichen Renten sogar auf 45 Prozent sinken und damit für weitverbreitete Altersarmut und für fette Profite bei den Privatversicherern sorgen.
Dass es anders geht, zeigt ein Vergleich mit den anderen EU-Staaten. Bei ihnen liegt das Niveau der gesetzlichen Rente bei durchschnittlich 70,9 Prozent. Angeblich kann sich der Exportweltmeister Deutschland ein solches Niveau nicht leisten. Aber warum kann es Österreich? „Ein langjährig versicherter Mann, der 2013 in Rente ging, bekam in Deutschland durchschnittlich 1050 € im Monat, in Österreich 1560 € im Monat, und das 14 mal pro Jahr, macht umgerechnet 1820 € im Monat, fast 800 € mehr.“(Bayrischer Rundfunk, 23.3.2016). Bei den südlichen Nachbarn zahlen eben auch Beamte und Selbständige in die Rentenkasse ein und der Beitragssatz der Unternehmen ist höher als der der Beschäftigten.
Dr. Achim Kessler wird die Ursache der deutschen Rentenmisere erläutern und das Rentenkonzept der LINKEN vorstellen. Er erklärt, wie das alte Rentenniveau wieder hergestellt und die Riester-Rente abgeschafft werden kann, ohne dass die Altersvorsorge für Niedrig- und Durchschnittsverdiener/innen teurer würde. Würden alle in die Rentenkasse einzahlen, könnte auch eine armutssichere Mindestrente finanziert werden.

Dienstag, 28. Februar – 20.00 Uhr
Käte-Dinnebier-Saal im DGB-Haus – Bahnhofstraße 6