Einladung zum Marburger Friedensforum: Abrüsten statt Aufrüsten – Sicherheit neu denken

Marburg 10.08.2019 (pm/red) Krieg, Armut, Verzweiflung, Flucht – die Politik braucht Nachhilfe. Kampf um Ressourcen, Militäreinsätze und Rüstungsgeschäfte stehen dem Frieden im Weg. Noch mehr Geld für die Rüstung und Militäreinsätze? Nein – aktive Friedenspolitik …

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Denkmalschutzpreis für Anwesen in Amöneburg, historisches Wohnhaus in Schweinsberg und ehemaliger Güterbahnhof in Fronhausen

Ulf Stiller hat in Fronhausen den ehemaligen Güterbahnhof, der zuvor auch als Lagerhalle genutzt wurde, zu einer Gast- und Veranstaltungsstätte umgebaut und gleichzeitig ein Kulturdenkmal der frühen Eisenbahngeschichte im Landkreis dauerhaft erhalten. Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf

Marburg 18.01.2018 (pm/red) Den Denkmalschutzpreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf 2019 erhalten Dr. Astrid Wetzel aus Amöneburg, Hartmuth Gläser aus Schweinsberg sowie Ulf Stiller aus Fronhausen. Sie haben sich durch viel privates Engagement um den lokalen Denkmalschutz und die Denkmalpflege verdient gemacht. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sowie eine Plakette, die das Gebäude auszeichnet.

Den Denkmalschutzpreis verleiht der Landkreis Marburg-Biedenkopf jährlich gemeinsam mit dem Denkmalbeirat des Kreises. Damit soll privates Engagement der Bürger des Landkreises  im Bereich der Denkmalpflege geweckt und gewürdigt werden.

„Denkmalschutz und Denkmalpflege sind wichtige kulturelle Aufgaben. Mit dem Denkmalschutzpreis wollen wir ein Zeichen setzen: Ob für Privatpersonen, Vereine oder Dorfgemeinschaften. Ein Denkmal ist nicht Last sondern Lust und es kann für alle ein Gewinn sein, die Sanierung und Erhaltung zu wagen“, unterstrich der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow.

Dr. Astrid Wetzel hat mit dem sorgsamen und behutsamen Sanieren des „Amanahof“ in Amöneburg maßgeblich zur Verbesserung des Stadtbildes beigetragen. Sie baute das Wohnhaus und Teile der Scheune in ein Atelier um. Foto Landkreis Marburg-Biedenkopf

Dr. Astrid Wetzel hat mit dem sorgsamen und behutsamen Sanieren des „Amanahof“ in Amöneburg maßgeblich zur Verbesserung des Stadtbildes beigetragen. Sie baute das Wohnhaus und Teile der Scheune in ein Atelier um. Das Anwesen selbst liegt in exponierter Lage direkt oberhalb der historischen Stadtmauer. Durch die Sanierung wird die Kernstadt im Bereich Tourismus und Infrastruktur gestärkt. Die Eigentümerin hat die Arbeiten mit außerordentlichem Idealismus und viel Eigenleistung bewältigt und dabei nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Kostenrechnungen abgewogen. Mit dem Umbau konnte ein Kulturdenkmal-Komplex in seinem historisch gewachsenen Umfeld nachhaltig erhalten werden. Die Sanierung stellt daher einen beispielhaften Beitrag zur besonderen Identität des Landkreises dar.

Hartmuth Gläser hat in großen Teilen in Eigenleistung das historische Wohnhaus am Marktplatz 12 im Schweinsberg saniert und renoviert, das zuvor mehrere Jahre leer stand und einen sanierungsbedürftig war. Das äußere Bild des ursprünglichen Gebäudecharakters war durch die Farbe der Fassade, die nicht unterteilten Fenster mit Rollladenkästen und das Vordach aus Kunststoffplatten gestört. Auch der Zustand der Wohnräume entsprach nicht mehr den heute anzusetzenden Standards. Er hat mit dem Erhalt des Gebäudes einen wertvollen Beitrag zur Aufwertung und des Ortsbildes im Ortskern von Schweinsberg geleistet. Er hat Wohnraum geschaffen und stärkt so den von Leerstand bedrohten Ortskern. Das Wohnhaus liegt am Markplatz in Schweinsberg, am Eingang zur Torstraße an einer städtebaulich besonderen Stelle.

Ulf Stiller hat in Fronhausen den ehemaligen Güterbahnhof, der zuvor auch als Lagerhalle genutzt wurde, zu einer Gast- und Veranstaltungsstätte umgebaut und gleichzeitig ein Kulturdenkmal der frühen Eisenbahngeschichte im Landkreis dauerhaft erhalten. In aufwendiger, kleinteiliger Arbeit und qualitätsvoller Ausführung wurde das Klinkergebäude erhalten und hat heute einen neuen Nutzen. Dabei hat er die eigene Prägung und Optik des Gebäudes als Lagerhalle im Äußeren wie auch im Inneren erhalten können. Ein mit einer Holzlamellenfassade versehener Anbau birgt Sanitär-, Technik- und Küchenräume. Für Rad- und Wandertouristen ist mit dem neuen Raum- und Gastronomieangebot eine attraktive Infrastruktur in Fronhausen geschaffen worden.

„Die Leistungen und die harte Arbeit haben nicht nur zur Erhaltung der Gebäude und zur städtebaulichen und Ortsbildaufwertung in den Gemeinden des Landkreises einen wertvollen Beitrag geleistet“, stellte Dr. Renate Buchenauer, Vorsitzende des Denkmalbeirats fest. „Sie schafften damit ein attraktives Angebot, das auch zur funktionalen Aufwertung und Stärkung der oft mittelalterlichen Stadt- und Ortskerne beiträgt“. Dr. Buchenauer betonte, dass der moderne Denkmalschutz kein Selbstzweck sei, sondern sich an den Bedürfnissen der Menschen in der Region orientieren solle. Auf Vorschlag des Denkmalbeirats des Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte der Kreisausschuss die Vorschläge für die Preisträger bestätigt.