Einsamkeit im Alter: Eine Bratwurst beim Stadtfest mitzuessen, wäre schon schön gewesen

Marburg 15.07.2019 (pm/red) „Wir haben Dich nicht gefragt, ob Du zum Stadtfest mitkommen willst, es ist doch zu beschwerlich für Dich“. Es stimmt, denkt die angesprochene, ältere und behinderte Person. Es wäre zu beschwerlich, aber …

Lesen Sie den gesamten Beitrag »
Philipps-Universität

Stadt Marburg

Verkehr

Kultur

Wohnen

Home » Kultur, Schule

Historiker Götz Aly stellt vor: Dr. Friedrich Aly (1852 – 1913) – Gymnasialdirektor des Philippinums

Marburg 20.02.2019 (pm/red) Der Altphilologe Dr. Friedrich Aly war von 1900 – 1913 Königlich Preußischer Gymnasialdirektor am Philippinum. Er wurde als preußischer Beamter in die Provinz nach Marburg geschickt, um hier – nicht ohne Strenge und mit großem Engagement nach dem Rechten zu sehen. Als engagiertes Mitglied und zuletzt Vorsitzender des Deutschen Gymnasialvereins kämpfte er Zeit seines beruflichen Lebens für das Ansehen des in Deutschland so lange vernachlässigten Lehrerstandes: Längst gab es den Amtsgerichtsrat, den Postrat, den Medizinalrat oder Oberforstrat – nicht jedoch den Studienrat, ein Ziel Alys, das erst 1918, fünf Jahre nach Alys plötzlichem Tod, erreicht wurde.

Neben seiner standespolitischen Tätigkeit wirkte Aly als Direktor der Königl. Preuß. Prüfungskommission an der Ausbildung der Lehramtsanwärter mit; zudem machte er als Beauftragter des Preußischen Unterrichtsministeriums Vorschläge für die Lehrpläne. Trotz allem unterrichtete er in der Oberprima regelmäßig Latein und Griechisch, täglich, außer Sonnabends hielt er vom 12 bis 13 Uhr Sprechstunde. Ein „Schulmann“, wie er sich bezeichnete, mit Leib und Seele. Der Historiker Götz Aly hat sich mit ihm intensiv beschäftigt – und freut sich darauf im Philippinum, an der Stätte von Friedrich Alys Wirken, über seinen Urgroßvater am Mittwoch, 20. Februar 2019 – 19.30 Uhr, zu sprechen.