Einladung zum Marburger Friedensforum: Abrüsten statt Aufrüsten – Sicherheit neu denken

Marburg 10.08.2019 (pm/red) Krieg, Armut, Verzweiflung, Flucht – die Politik braucht Nachhilfe. Kampf um Ressourcen, Militäreinsätze und Rüstungsgeschäfte stehen dem Frieden im Weg. Noch mehr Geld für die Rüstung und Militäreinsätze? Nein – aktive Friedenspolitik …

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Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar

Marburg 10.02.2019 (pm/red) Das Land Hessen engagiere sich vielfältig in der Förderung von Frauen in der Wissenschaft, aktuell findet der „Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ am 11. Februar statt, wird vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst mitgeteilt.  Den Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich zu erhöhen – dies hat sich die schwarz-grüne Landesregierung vorgenommen und entsprechend im Koalitionsvertrag festgehalten. ZumInternationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ am 11. Februar unterstreicht Wissenschaftsministerin Angela Dorn die vielfältigen Anstrengungen aus Hessen, um Forscherinnen auf allen Karrierestufen zu fördern. Dennoch müsse die Repräsentanz von Frauen in der Wissenschaft weiter verbessert werden.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Die Hälfte aller Hochschulabsolventen ist weiblich, aber spätestens nach der Promotion verlassen überdurchschnittlich viele Frauen das Wissenschaftssystem. Trotzdem gibt es Erfolge: Im Jahr 2005 war nur jede siebte Professur an hessischen Hochschulen mit einer Frau besetzt, inzwischen ist es immerhin jede vierte. Aber das ist nach wie vor nicht genug. In den nächsten Zielvereinbarungen mit den hessischen Hochschulen möchten wir Maßnahmen festlegen, um die Zahlen fachspezifisch zu erhöhen. Außerdem ist es mein Ziel, einen Best-Practice-Austausch zwischen den Hochschulen anzustoßen.“

Die Schaffung von Anreizen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, weshalb das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Hochschulpakt 2016 bis 2020 im Erfolgsbudget Parameter mit finanziellen Anreizen – zum Beispiel für Absolventinnen oder Doktorandinnen in MINT-Fächern oder für die Berufung von Frauen – festgelegt hat. Ebenso gibt es Zielvereinbarungen mit den hessischen Hochschulen zur Frauen- und Familienförderung oder finanzielle Unterstützung durch ein Studienstrukturprogramm. Hier werden unter anderem Maßnahmen zur Umsetzung des Audits familiengerechte Hochschule sowie Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Kindern und Studium gefördert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzubringen, werden an vielen Hochschulen zudem Maßnahmen für Doppelkarrieren, die Dual Career-Couples, unterstützt. Auch in Hessen wird daher von immer mehr Hochschulen ein Dual Career-Service angeboten, der sich in erster Linie an (neu berufene) Professorinnen und Professoren, Führungskräfte der Hochschule und deren Familien richtet, die sich durch den Antritt einer neuen Stelle den unterschiedlichsten Herausforderungen stellen müssen. Das Angebot umfasst zum Beispiel Unterstützung bei der Stellensuche der Partnerin/des Partners oder Beratung bei Kinderbetreuung, Schule und Wohnungssuche.

Effektiv und bundesweit einmalig ist seit mehreren Jahren ein Mentoring-Programm für junge Frauen, das die Hochschulen mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen haben. Studentinnen und weibliche Nachwuchsführungskräfte werden dabei von berufserfahrenen Frauen in einer Eins-zu-Eins-Betreuung individuell an der Schnittstelle zwischen Studium, Promotion und Beruf bei ihrer beruflichen Orientierung und Karriereplanung unterstützt. Namhafte Unternehmen beteiligen sich als Kooperationspartner, ebenso das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst selbst.

„Gezieltes Engagement für die Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft kann zum Erfolg führen, wie das Professorinnenprogramm zeigt“, verweist Wissenschaftsministerin Angela Dorn auf das von Bund und Ländern jeweils zur Hälfte finanzierte Programm. In Hessen wurden seit 2008 insgesamt 43 mit Frauen besetzte Professuren gefördert, Hessen hat seitdem rund 8,1 Millionen Euro an Fördermitteln vergeben. Mit der finanziellen Förderung werden die Hochschulen unterstützt, zum einen mehr Professorinnen zu berufen und zum anderen gleichzeitig auch strukturelle Gleichstellungswirkungen zu verstärken. Die Hochschule Fulda wurde 2018 im Rahmen des Begutachtungsverfahrens als eine von zehn der bundesweit besten Hochschulen mit dem Prädikat „Gleichstellung Ausgezeichnet!“ gewürdigt. Ihr Konzept zur Personalgewinnung und -entwicklung auf dem Weg zu Professur wurde als hervorragend bewertet. Mit dieser Auszeichnung kann die Hochschule Fulda die Förderung einer vierten Professorin und damit Fördermittel von bis zu 660.000 Euro pro Jahr beantragen.

„Die hessischen Hochschulen arbeiten bereits aktiv an einer Gleichstellungs- und Frauenförderpolitik. Dafür danke ich ihnen ausdrücklich und sichere auch weiterhin die Unterstützung des Landes Hessen zu“, sagt Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Ebenso wie in anderen Bereichen ist es auch an den Hochschulen wichtig, über beispielsweise flexible Arbeitszeiten und -orte, Ferienbetreuung oder Eltern-Kind-Räume die Bedingungen für Studierende oder Berufstätige zu verbessern. Auch Pflegezeiten sind in den Hochschulstrukturen verankert und berücksichtigen eine weitere wichtige gesellschaftliche Herausforderung. Nur durch ein gemeinsames Agieren und durch eine kontinuierliche Verfolgung des eingeschlagenen Wegs kann der Anteil von Frauen in der Wissenschaft erhöht werden.“