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Haushaltsplan für 2020 bei Arbeit und Bildung e.V. verabschiedet

Kassel 28.01.2020 (pm/red) Die Schwerpunkte, denen sich der Marburger Sozialverein in 2020 widmen will , sind diese: Etablierung der in 2019 begonnenen Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen außerhalb von Werkstätten , Ausweitung der Hilfen für ältere, einsame Menschen und solide Hilfen bei der Integration ins Arbeits- und Berufsleben für arbeitslose Jugendliche und Flüchtlinge. Außerdem sollen Konzepte gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie gegen Lebensmittelverschwendung entwickelt werden.

Rainer Dolle, dienstältester Geschäftsführer eines Bildungsverbandes in Hessen und nach 38 Jahren Urgestein des Vereins, stellte sie auf der Mitgliederversammlung vor. Das Geschäftsjahr stehe auf soliden Füßen mit einem geplanten Umsatz von etwa 4 Mio. Euro. Zusammen mit seinen Mehrheitsgesellschaften und Verbundunternehmen, der Praxis GmbH, Neue Arbeit Marburg GmbH und dem Mittelhessischen Bildungsverband e. V. erreiche der Verein fast 12 Mio. € und beschäftige 200 Mitarbeitende.

Für 3.000 Ratsuchende und Arbeitslose in Mittelhessen sollen in diesem Jahr wieder Angebote für Jugendliche ohne Ausbildung und Arbeit bereitstehen. Nach wie vor gibt es viele Sprachkurse und Integrationslehrgänge für Menschen mit Fluchthintergrund und Migration. „Die neuen Möglichkeiten, die durch das Bundesteilhabegesetz für behinderte Menschen entstanden sind, erlauben bei uns Ausweitungen auf Konzepte, wie Budget für Arbeit, in dem schwerbehinderte Menschen anstelle der Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen nunmehr auch auf den normalen Arbeitsmarkt mit Unterstützung durch unsere Dienste wechseln können. Ebenso werden wir in unseren eigenen Sozialfirmen als sog enannte Anderer Anbieter diesen Menschen mit Behinderung neue Angebote der Beschäftigung machen können“, so Dolle.

Weiterhin sollen neue Konzepte entwickelt werden, um der Wegwerfgesellschaft mit ihrer Lebensmittelverschwendung sinnvollere Alternativen anzubieten, einsam gewordene Ältere sollen verstärkt nicht nur bei der Stadt Marburg, sondern auch im Kreisgebiet aufgesucht und beraten werden, neue Kooperationen im Bereich Kultur und Theater werden angestrebt. Ein besonderes Anliegen war es der Mitgliederversammlung, bestehen d aus den Leitern der heimischen Sc hulen und Berufsschulen, der Volkshochschulen, den Gewerkschaften und dem DGB sowie Vertretern der heimischen Kultur und Flüchtlingsorganisationen unter dem Vorsitz des ehemaligen Marburger Oberbürgermeisters Egon Vaupel, verstärkt auch Konzepte gegen den um sich greifenden Rassismus und Rechtsextremismus zu entwickeln und anzubieten.

Hier war sich die Mitgliederversammlung einig , dass entsprechend rechtsextreme Äußerungen zunehmend ohne die frühere Zurückhaltung Platz greifen und gerade auch die jüngere Genera tion von den für Bildung und Erziehung verantwortlichen Pädagogen und Lehrern erwartet , dass sie hier einschreiten und dies nicht geschehen lassen. Ebenso zeigte sich die Mitgliederversammlung betroffen über das mangelhafte Engagement durch die Bundes- und Landespolitik. Die Mitgliederversammlung begrüßte aber auch die verstärkten Anstrengungen in dem gemeinnützigen Betrieb bezüglich des Umweltschutzes, gerade auch motiviert durch die aktuelle Klimaschutzdiskussion in der Öffentlichkeit. So nahm man wohlwollend zur Kenntnis, dass nicht nur bauliche Maßnahmen und verstärkte Dämmung angegangen werden sollen, sondern dass der Verein auch ein eigenes Klimaschutz-Programm für alle Mitarbeitenden als Empfehlung herausgibt.