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Heuschreckenplage in Ländern Ostafrikas: „Retten, was zu retten ist“

Ernterettung in Äthiopien vor dem Einfall der Heuschrecken. Viele Freiwillige leisteten Erntehilfe für Kleinbauern. Foto nn

Kassel 16.02.2020 (pm/red)  „Angesichts herannahender Heuschreckenschwärme versuchen Betroffene mit Unterstützung von Helfern jetzt zu retten, was zu retten ist“, äußert sich Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“ zur akuten Heuschreckenplage, die Menschen in Teilen Asiens und Ostafrikas jegliche Lebensgrundlage nimmt. Besonders betroffen sind Kenia, Somalia und Äthiopien, aber auch Indien und Pakistan. Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ sind zum Teil schon seit Jahren in den betroffenen Ländern aktiv und haben nun gezielte Hilfsmaßnahmen gestartet, um die Menschen vor einer Ausweitung der Insektenschwärme und damit drohenden Ernährungskrise zu schützen.

Im Fokus stehen vorbeugende Maßnahmen in Regionen, über die die Heuschrecken noch nicht hergefallen sind, und ganz konkrete Hilfe für diejenigen Menschen, die durch die vollständige Zerstörung von Ernten und Weideland ihre Existenzgrundlage verloren haben. Das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen ruft die deutsche Bevölkerung zu Spenden auf, um die Hilfsmaßnahmen ausweiten zu können.

Schadensminimierung für die, die es besonders getroffen hat
In Teilen Äthiopiens oder Kenias haben die Heuschreckenschwärme besonders viel Schaden angerichtet. Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ wie ADRA, arche noVa, Johanniter-Auslandshilfe, Malteser International oder World Vision leisten daher jetzt Nothilfe, um die Ernährungsgrundlage der Menschen zu sichern. Besonders getroffen hat es die, die bereits vor der Insektenplage nicht viel hatten. So etwa Kleinbauern, die für die Versorgung ihrer Familien auf die Ernte angewiesen waren. Sie erhalten von Hilfsorganisationen jetzt Nahrungsmittel oder auch finanzielle Unterstützung, um sich auf lokalen Märkten versorgen zu können oder neues Saatgut zu kaufen. „Die Betroffenen wissen selbst am besten, was sie am dringendsten zum Leben benötigen. Indem sie die Freiheit haben, diese Entscheidung selbst zu treffen, behalten sie auch ein Stück ihrer Würde“, so Roßbach.

Anti-Heuschrecken-Aktionen zur Ernterettung
Die Bündnisorganisation Terra Tech ist seit einigen Jahren im Norden Äthiopiens tätig. Durch Frühwarnsysteme und mit „Anti-Heuschrecken-Aktionen“ bereitet die Marburger Hilfsorganisation die Menschen auf die drohende Ausweitung der Heuschreckenplage vor: In der äthiopischen Stadt Kombolcha wurden dank des Einsatzes vieler Freiwilliger Erntehilfen organisiert. Mit vereinten Kräften konnten die Menschen rechtzeitig vor dem Insektenbefall die Ernte einbringen.

Gemeinsamer Einsatzfall vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft
TERRA TECH beteiligt sich am gemeinsamen Einsatzfall von Aktion Deutschland Hilft. Das Bündnis ruft zu Spenden auf:
Stichwort Heuschreckenplage
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)