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Universitätsklinik Gießen Marburg: Arbeitgeber blockiert – Warnstreik findet statt

Kassel 30.11.2020 (pm) Mit Bedauern nimmt die Gewerkschaft ver.di zur Kenntnis, dass das Universitätsklinikum Gießen und Marburg kein Angebot für die Beschäftigten vorgelegt hat. „Die erneute Weigerung, die Arbeit der Beschäftigten angemessen anzuerkennen und endlich ein Angebot für die Eingruppierung vorzulegen, ist ein Skandal. Damit zwingt der Arbeitgeber die Beschäftigten zum Warnstreik“, erklärt Fabian Dzewas-Rehm, zuständiger Fachsekretär der Gewerkschaft ver.di. „Insbesondere die Nicht-Zahlung der Corona-Prämie hat viele Kolleg*innen verärgert. Hier hätten wir uns ein Signal des Arbeitgebers erhofft. Aber einerseits nur maximalen Einsatz fordern und andererseits nur minimale Anerkennung, das passt nicht zusammen“, so Dzewas-Rehm weiter.

Der Streik beginnt morgen, Dienstag, 1. Dezember mit der Frühschicht und endet übermorgen, Mittwoch, 2. Dezember mit dem Ende der Spätschicht. „Durch eine Notdienstvereinbarung, die wir mit dem UKGM geschlossen haben, stellen wir sicher, dass weder die Versorgung der Covid-19-Patienten noch die anderer Notfälle gefährdet ist“, betont Dzewas-Rehm. Vorsorglich rufe ver.di den Pflegedienst in den Bereichen OP, Anästhesie, in Teilen der Intensivmedizin und auf den Covid-Stationen nicht zum Streik auf. „Wir agieren wie immer verantwortungsbewusst. Der Arbeitgeber sollte dies aber nicht als Schwäche missverstehen“, erklärte der Gewerkschaftssekretär. „Insbesondere auf den Infektions- und Intensivstationen sowie in der Anästhesie und den OPs ist die Streikbereitschaft sehr hoch.“

Die Tarifverhandlungen betreffen die rund 7.800 nicht-ärztlichen Beschäftigten des UKGM. Auszubildende sind diesmal nicht zum Streik aufgerufen. Die verbliebenen Landesbeschäftigten sowie die Ärztinnen und Ärzte werden von den Tarifverträgen des Landes Hessen erfasst. Das UKGM ist bundesweit das einzige Universitätsklinikum in privater Trägerschaft. Es gehört zur Rhön Kliniken AG, die kürzlich vom für seine gewerkschaftsfeindlichen Praktiken bekannten Asklepios-Konzern übernommen wurde.