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Neue Turnhalle am Schwanhof mit Raum für Sport, Pädagogik und Bewegung

Bürgermeister Wieland Stötzel (r.) und Stadträtin Kirsten Dinnebier (2. v. l.) feierten gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Carmen Martin und Architekt Alfred Möller die Eröffnung der neuen Turnhalle der Schule am Schwanhof. Foto Stefanie Ingwersen

27.09.2021 (pm) Sport in neuen, lichtdurchfluteten Räumen: Die Turnhalle der Schule am Schwanhof ist fertig. Rund 3,65 Millionen Euro hat die Stadt Marburg in den Neubau investiert. Schüler/innen, Volkshochschule und Vereine können die Halle nutzen für Schulsport, Tischtennis und vieles mehr.

„In dieser modernen, neuen Turnhalle finden die Schüler/innen gute Bedingungen für den Sportunterricht und hoffentlich auch viel Freude daran“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies anlässlich der Übergabe. Der Neubau ist ein zentraler Baustein des Bildungsbauprogramms (BiBaP) – und nach Abriss der alten Turnhalle Anfang 2019 und dem Richtfest vor elf Monaten jetzt fertiggestellt und bereit, mit Leben gefüllt zu werden. Insgesamt wurden rund 3,65 Millionen Euro investiert, rund 2 Millionen Euro stammen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm KIP 2.

Der Neubau ist mit rund 920 Quadratmetern etwa 200 Quadratmeter größer als die alte Turnhalle aus dem Jahr 1967. Das Foyer ist lichtdurchflutet und bietet Verweilmöglichkeiten mit Einblicken in die Sporthalle. Es gibt einen verdunkelbaren Kollegraum, der verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für Kleingruppen bietet – etwa Tanz, Yoga oder Schwarzlichttheater. Die Ein-Feld-Sporthalle ist mit fest eingebauten Geräten für verschiedene Sportarten ausgestattet.

„Die Turnhalle ist mit einem Schwingboden sowie Prallwänden ausgestattet, die Bewegungen zu einem Teil abfedern. Das heißt, dass sich die Schüler*innen, wenn sie hinfallen oder gegen eine Wand laufen, nicht so leicht verletzen wie bei Materialien, die weniger nachgeben“, erläuterte der Architekt des Gebäudes, Alfred Möller. „Das gesamte Gebäude ist robust gebaut und dabei ebenso sehr auf Funktionalität wie auf Vielseitigkeit ausgerichtet.“ Es gibt getrennte Geräteräume für Schule und Vereine, barrierefreie Toiletten sowie Umkleiden mit Duschen und Toiletten für Lehrer/innen und Schüler/innen. Untergebracht in dem Gebäude sind auch eine Hausmeisterwerkstatt mit Lager, zwei Technikräume und Nebenräume für das Außengelände. Der Eingang ist barrierefrei, ebenso der Zugang zum nördlich der Halle gelegenen Freigelände für Außensport.

Farbe bringt eine kunstvoll gestaltete Graffiti-Wand. Einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Klima in der Halle leisten die begrünten Flachdächer der Turnhalle. „Die Versorgung mit Wärme und Energie der Schule und der Turnhalle spielte bei den Arbeiten eine große Rolle: Die gesamte Schule wurde an das Biomasse-Heizwerk der Stadtwerke Marburg angeschlossen“, erklärte Bürgermeister Wieland Stötzel. Auf dem Dach der neuen Halle gibt es  eine Photovoltaik-Anlage mit 44 Kilowatt-Peak (kWp). Die Anlage kann pro Jahr rund fünf Prozent mehr Strom erzeugen, als die gesamte Schule benötigt.

Für die Schule ist das Thema Bewegung von besonderer Bedeutung. Daher freute  Schuldezernentin Kirsten Dinnebier sich besonders, der Schulgemeinde das neue Gebäude übergeben zu können. „Bewegung und Angebote der Abenteuerpädagogik gehören zum Profil der Schule am Schwanhof“, so die Stadträtin. Denn gerade Sport und Bewegung seien eine gute Möglichkeit, dass Schüler mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung positive Erfahrungen sammeln und das Selbstwertgefühl stärken. „Der gemeinsame Sport stärkt nicht nur die persönliche Entwicklung, sondern auch den Zusammenhalt der Gruppe und das gemeinsamen Lernen insgesamt“, sagte Dinnebier.

„Als ich die Turnhalle das erste Mal fertig und ohne Bauzäune sah, dachte ich nur ‚Hurra! Jetzt haben wir wieder eine Halle‘ und nochmals ‚Hurra, wie schön sie auch noch geworden ist‘“, fasste Carmen Martin, stellvertretende Schulleiterin der Schule am Schwanhof, abschließend zusammen.