Wasserspielsaison im Bergpark Wilhelmshöhe startet nach zwei Jahren Unterbrechung

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Rudolphsplatz als künstlerisches Experimentierfeld

Viele Zuschauerinnen belebten zur Eröffnung der beiden Kunstprojekte „Unter Orten“ und „Licht und Schatten“ im Rahmen von „Kunst.Labor.Stadt.Platz“ den Rudolphsplatz. Foto Freya Altmüller

25.04.2022 (pm/red) Von Installation bis Kunstaktion: Bis Donnerstag, 19. Mai, sind am Rudolphsplatz zwei neue Kunstprojekte zu sehen. Studierende, Alumni und Lehrende des Instituts für  Bildende Kunst der Philipps-Universität machen den Rudolphsplatz zu ihrem Atelier. Die Projekte finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst.Labor.Stadt.Platz“ zum 800-jährigen Stadtjubiläum statt.

„Der Rudolphsplatz liegt im Herzen von Marburg, aber ist sicherlich nicht für alle ein Lieblingsplatz. Wir brauchen Plätze, die Aufenthaltsqualität bieten und die Möglichkeit, einander zu begegnen. Die Kunstprojekte, die wir heute Abend eröffnen wollen, sind ein weiterer Anlass, darüber nachzudenken, wie wir den Rudolphsplatz in Zukunft gestalten wollen“, so Stadträtin Kirsten Dinnebier. Er wurde in den 1970er Jahren gebaut und sollte ein ruhiger Begegnungsort sein. „Zum Stadtjubiläum wollen wir unter dem Schwerpunkt ‚Marburg erfinden‘ den Rudolphsplatz nun unter einem ganz anderen Aspekt erleben, als Ort der Kunst“, sagte Stadträtin Kirsten Dinnebier und freute sich, den Ort am Eröffnungsabend so belebt zu sehen.

Gemeinsam mit der künstlerischen Leitung, Bettina Pelz, und Professor Klaus Lomnitzer vom Institut für Bildende Kunst der Philipps-Universität Marburg, eröffnete sie zwei neue Kunstprojekte: „Unter Orten“ und „Licht und Schatten“. Beide wurden von Studierenden, Alumni und Lehrenden des Instituts, in Kooperation mit dem städtischen Fachdienst Kultur gestaltet und sind ab sofort bis Donnerstag, 19. Mai, zu erleben.

„Wie Sie sehen, sehen Sie noch nicht viel“, sagte Bettina Pelz. Denn das Kunstprojekt „Unter Orten“ entstehe über die Zeit. Einige der Arbeiten sind sehr subtil und zum Beispiel nur zu hören. Eine der Künstlerinnen plant, mit Nähmaschine am Rudolphsplatz zu sitzen, um Stoffe zusammenzunähen, mit denen sie Holzpaletten verkleiden möchte – als „Fenster in den Himmel“. Pelz zufolge bieten die Kunstprojekte auch die Chance, mit den Künstlern in Interaktion zu treten und direktes Feedback zu geben.

Die Reihe „Kunst.Labor.Stadt.Platz“ macht den Rudolphsplatz bereits zum zweiten Mal zum Ort der Kunst. Vor knapp zwei Wochen war „The Dorf“, eine 25-köpfige Band zu hören, dazu gab es Videoprojektionen und Lichtspiele zu sehen. „Licht und Schatten“, wie eines der beiden Kunstprojekte heißt, gibt es auch dieses Mal zu sehen, jeweils dienstags bis samstags von 16 bis 20 Uhr, direkt unter der Weidenhäuser Brücke an der Lahn. Sigrun Bennemann, Niels Pahl, Jakob Stötzel, Philipp Weis und Anne Winter experimentieren mit Projektionen auf nachleuchtender Farbe. Sie zeigen eine Serie von Bildwerken, in denen digitale Videoarbeiten und das analoge Nachleuchten von Farbpigmenten miteinander korrespondieren. Es entsteht ein visuelles Spiel von aktuellem und vergangenem Bild, eine Art Collage über die Zeit hinweg.

„Unter Orten“ wird von Studierenden, gemeinsam mit Professor Klaus Lomnitzer vom Institut für Bildende Kunst, gestaltet. Anja Conen, Sinja Kemper, Anja Köhne, Klaus Lomnitzer, Nastaran Nazari, Niels Pahl, Stefanie Profuss, Sarah Steger, Miriam Wahl machen den Rudolphsplatz zu ihrem Atelier. Ob Installation oder Aktionskunst – die Beteiligten lenken den Blick von Gästen und Passanten auf bisher übersehene Details oder richten den Blick vom Platz ausgehend auf die Lahn oder den Himmel. Sie greifen ein, verfremden, verstärken, überdecken und entwickeln den Platz neu. „Für alle Beteiligten ist es eine aufregende und seltene Herausforderung außerhalb der Arbeit im Atelier oder am Rechner mit ortsspezifischen Interventionen die Atmosphäre und Gestaltung des Rudolphsplatzes neu und temporär zu definieren”, beschreibt der Künstler und Professor für Grafik und Malerei Klaus Lomnitzer.

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