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Staatstheater Kassel – Land Hessen und Stadt Kassel an einem Strang

Ersatzspielstätte für das Große Haus des Staatstheaters Kassel im unbebauten Innenbereich der ehemaligen „Jägerkaserne I“. Sternbald-Grafik

08.02.2024 (pm/red) Bei der Suche nach einem Standort als Ersatzspielstätte für das sanierungsbedürftige Große Haus des Kasseler Staatstheaters ab Herbst 2025 zeichnet sich jetzt eine Lösung ab, kündigte Oberbürgermeister Sven Schoeller an.

Aus der Trägerschaft des Staatstheaters Kassel durch Land Hessen und Stadt Kassel ist ein ambitionierter Zeitplan zur Modernisierung Opernhauses vorgelegt worden. Die Suche nach einem Ersatzstandort in Kassel war bisher ergebnislos. Während der rund fünfjährigen Sanierungszeit soll der Spielbetrieb weitergehen, wofür es eine geeignete Baulichkeit braucht. Von der Stadt Kassel stammt der Vorschlag, eine Interimsspielstätte in Modulbauweise im Innenbereich der ehemaligen „Jägerkaserne I“ für die Dauer von fünf Jahren errichten zu lassen.

„Mit dem Spielbetrieb auf die Jägerkaserne auszuweichen, ist ein guter Vorschlag. Damit bleibt das Staatstheater auch mit seiner Interimsspielstätte verkehrstechnisch gut erschlossen. Der vorgesehene Modulbau mit Rückbaumöglichkeiten bietet die erforderliche Flexibilität“ kommentiert Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels. Er werde mit der Stadt Kassel weitere Schritte zur schnellen Umsetzung besprechen.

Städtische Wohnungsbau-Gesellschaft als Investorin

Als Investorin und Bauherrin könnte die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG fungieren, die den Modulbau kaufen, auf dem städtischen Areal im Kasseler Süden planen und errichten und dann an die Stadt vermieten würde. Das Bauwerk soll, soweit möglich, aus Mietmaterialien erstellt und später zurückgebaut werden. In enger Abstimmung mit dem Staatstheater werden derzeit die künstlerischen, theaterspezifischen und technischen Anforderungen ermittelt sowie Bedarfe an Infrastruktur und Flächen eruiert. 

Oberbürgermeister Schoeller: „Die Stadt hat verschiedene Standorte im Stadtgebiet wie bestehende Industriehallen als Ersatzspielstätte geprüft und untersucht“ eine Interimsspielstätte in Modulbauweise könne die beste Möglichkeit sein, um den Spielbetrieb ab Oktober 2025 während der Sanierungszeit fortzuführen. Eine Baugenehmigung könnte im Sommer dieses Jahres vorliegen, nach einer Bauvorbereitungsphase könnte der Baubeginn im Herbst 2024 starten. 

Entwicklung des Areals soll vorgezogen werden

Die Stadt Kassel hat das Areal der ehemaligen Jägerkaserne in 2022 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben. Das fast 4,5 Hektar große Quartier zwischen Ludwig-Mond-Straße, Frankfurter Straße und Park Schönfeld soll perspektivisch für eine gemischte Nutzung aus bezahlbarem Wohnen und Gewerbe entwickelt werden. 

„Da aktuell durch die Zins- und Baupreisentwicklung andere große Wohnbauprojekte in Kassel gestoppt sind oder sich verzögern, ist die Stadt bereit, die technische Neuerschließung des Areals sowie den Bau der Quartiersgarage entgegen anderer Planungen vorzuziehen“ erläutert Oberbürgermeister Schoeller.

Im unbebauten Innenbereich des Areals können etwa 200 neue Wohnungen entstehen. Zudem ist eine Quartiersgarage über mehrere Ebenen mit rund 300 Stellplätzen vorgesehen. Der Bau von Sozialwohnungen im Quartier könne parallel vorangetrieben werden. Mittels Errichtung der Ersatzspielstätte könne der städtische Wohnungsbau trotz schwieriger Gesamtlage beschleunigt werden. Nach den Verhandlungen mit dem Land hat über das Projekt die Stadtverordnetenversammlung  zu entscheiden.

Bisherige Sanierunge und Modernisierung des Staatstheater

Im 1959 eröffneten Staatstheater in Kassel wurde in den 1990er Jahren die Bühnentechnik und bis 2007 die Gebäudetechnik saniert. Aufgrund gestiegener Anforderungen soll die Bühnentechnik im Großen Haus auf den aktuellen Stand gebracht werden. Gleichzeitig sollen wegen der notwendigen Schließung des Theaters das Dach und die Fassade ab 2025 energetisch erneuert werden.

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