Beteiligungstage für das „Landgrafenschloss der Zukunft“

14.04.2024 (pm/red) Im Zuge des Projekts „Landgrafenschloss der Zukunft“ laden die Philipps-Universität Marburg und die Universitätsstadt Marburg alle Interessierten zu Beteiligungstagen am 19. und 20. April 2024 ein, sich mit Ideen und Wissen an der …

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Was Menschen internetsüchtig macht

Smartphones, Tablets und Laptop zeigen Textdokumente

An immer mehr Schulen werden Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien gelehrt. Es ist zu fragen, welche Folgen sich daraus ergeben. Bildquelle Maxx-Studio – Shutterstock.com

26.03.2024 (wm/red) Einfach aufhören und das Smartphone zur Seite legen oder gar ausschalten? Das ist einer wachsenden Zahl von Menschen online beim Zocken oder Shopping, beim Pornoschauen oder beim Nutzen von sogenannten „Sozialen Medien“ kaum mehr möglich. Wie sich Suchtverhalten entwickelt und ändern lässt, ist das Thema einer transregionalen Forschungsgruppe unter Leitung von Prof. Matthias Brand von der Fakultät für Informatik und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

Neben dem suchtartigen Computerspielen, das die Weltgesundheitsorganisation bereits als Erkrankung anerkennt, können im Internet hemmungsloser Pornographiekonsum, exzessives Shopping und das soziale Netzwerken zum Problem werden. Was dem an psychologischen und neurobiologischen Prozessen zugrunde liegt, untersuchen Prof. Matthias Brand und seine Kollegin Dr. Elisa Wegmann vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie: Kognition seit drei Jahren.

  • Wie werden die Nutzenden getriggert?
  • Wann gelingt es ihnen, ihre Impulse zu unterdrücken?
  • Warum verhalten und entscheiden sie sich so?

„Die bisherigen Ergebnisse belegen unsere Annahme, dass individuelle kognitive und impulsgesteuerte Prozesse eine besondere Rolle spielen, wenn onlinebezogene Süchte entstehen und aufrechterhalten werden“, so Forschungsgruppen-Sprecher Brand.

Mit diesem Wissen lassen sich Prävention und Therapie dieser Störungen verbessern. „Dennoch sind noch viele psychologische und neurobiologische Mechanismen unklar. Auf diese wollen wir uns in der zweiten Förderphase konzentrieren.“

Der Psychologe und seine Kollegen befragen erneut viele Hundert Personen mit sowohl unproblematischem als auch riskantem und pathologischem Verhalten. Sie haben zuvor bereits mit Fragebögen, Interviews, experimentellen Paradigmen sowie Hirnscans Daten erhoben. Die Forscher wollen  einen mehrere Jahre umfassenden Verlauf darstellen, der die verschiedenen Stadien des Suchtprozesses aufzeigt.

Neurobiologische Grundlagen: Stadien der Sucht mit HighTec untersuchen

Neu ist zudem, dass sich drei der insgesamt zehn Teilprojekte Machbarkeitsstudien widmen. So will die Forschungsgruppe herausfinden, wie durch gezielte Interventionen die affektiven und kognitiven Mechanismen verändert und dadurch die exzessive Nutzung verringert werden könnte. „Bei weiteren Projekten werden wir zudem erneut die Magnetresonanztomographie einsetzen, um noch besser die neurobiologischen Grundlagen des onlinebezogenen Suchtverhaltens zu verstehen“, erklärt Brand.

Affective and cognitive mechanisms of specific Internet-use disorders

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