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Literaturfrühling in Fronhausen: Amelie Fried liest aus ihrem Roman „Der längste Sommer ihres Lebens“

Mit großem Interesse verfolgten die Besucher und Besucherinnen der Lesung den Vortrag von Amelie Fried. Foto Heike Döhn

13.05.2024 (pm/red) Volles Haus: Mit einer Lesung der bekannten Autorin und Moderatorin Amelie Fried ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf in den siebten Literaturfrühling gestartet. Der Fronhausener „Güterbahnhof 1848“ war ausverkauft.

Dass die Gemeinde Fronhausen Mitveranstalter der Lesung war, war äußerst passend – die Hauptfigur in Frieds Roman ist eine Bürgermeisterkandidatin namens Claudia, wie Fronhausens Bürgermeisterin Claudia Schnabel amüsiert vermerkte.

Insgesamt acht Autorinnen und Autoren sind im Rahmen des Literaturfrühlings Marburg-Biedenkopf in verschiedenen Gemeinden im Landkreis zu Gast. Das Kulturformat veranstaltet der Kreis gemeinsam mit Städten, Gemeinden und Vereinen. Landrat Jens Womelsdorf eröffnete die Veranstaltungsreihe in Fronhausen. „Die tolle Zusammenarbeit mit den Kommunen und Vereinen ist ein echter Gewinn für den Landkreis.“

Womelsdorf würdigte Amelie Fried als Erfolgsautorin und für ihren Einsatz für die Erinnerungskultur, beispielsweise die Verlegung von „Stolpersteinen“ zur Erinnerung an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger.

„Wir sind froh, eine Star-Autorin wie Amelie Fried bei uns in Fronhausen zu Gast zu haben“, betonte Bürgermeisterin Claudia Schnabel und fügte augenzwinkernd hinzu, dass die Parallelen zwischen ihr und der Romanfigur sich in dem Engagement in der Kommunalpolitik und dem Vornamen erschöpfen.

Die Roman-Claudia ist Geschäftsführerin eines Autohauses und Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin. Privat hat sie mit großen Problemen zu kämpfen: Ihre Tochter Anouk schließt sich einer Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten an, die im Kampf gegen den Klimawandel Straßen blockieren. Sie kann die Ängste ihrer Tochter um die Zukunft durchaus verstehen, hat aber Sorge um die abgetauchte 18-Jährige . Als Autohändlerin ist sie für ihre Tochter auf der falschen Seite, und dass Anouk von der Polizei wie eine Schwerkriminelle behandelt wird, steigert die Chancen im Wahlkampf nicht gerade. Der Gatte stellt sich gegen Claudia wie ihre Mutter, die den Ruf des Autohauses gefährdet sieht.

Diese Probleme verpackt Amelie Fried in eine mit leichter Hand erzählte unterhaltsame Geschichte, die Familiengeschichte, die Lebensperspektiven dreier Frauen und aktuelle politische Themen miteinander verwebt. Im Anschluss an die Lesung folgte eine intensive Diskussion über die Verhältnismäßigkeit beim Vorgehen gegen die jungen Aktivistinnen und Aktivisten, zu denen Hausdurchsuchungen im Morgengrauen und Präventivhaft gehören.

 Bis zum 15. Juni folgen noch sieben weitere Lesungen – zu Gast sind Franka Bloom, Martina Bogdahn, Mario Giordano, Ute Mank, Marco Schreyl, Liv Marie Bahrow und Leah Weigand. Sie lesen in der Alten Kirche in Niederweimar, in der Stadtkirche in Kirchhain, in Rüdigheim, in der Kulturscheune Michelbach, in der Stadthalle Stadtallendorf, im Café Q in Niederdieten und in der Alten Kirche in Niedereisenhausen.
 
—> Literaturfrühling

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