Welterbestätte Bergpark Wilhelmshöhe – Bericht von der Tagung des Welterbebeirat

Marburg 16.05.2019 (pm/red) Mit dem aktuellen Stand der verschiedenen Bauprojekte und Instandsetzungsarbeiten im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe, aber auch mit der Pflege und Instandhaltung der Welterbestätte, hat sich der Welterbebeirat am Dienstag und Mittwoch, dem 14. …

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Ein Weihnachtsbaum zur Sommerzeit

Marburg 29.7.2010 (yb) Wenn sich im Hochsommer wochentags zwei Dezernenten, die Ortsvorsteherin, der Pfarrer, zwei Stadtplaner, Fachdienstmitarbeiter, Projektbeteiligte, Bauleute, Geschäftsleute, Presseleute und Bürgerinnen versammeln, muß es um Besonderes gehen. Auf dem Richtsberg gab es diese Versammlung. Um einen Weihnachtsbaum. Ein solcher ist mitten in Marburgs größtem Stadtteil auf dem Christa-Czempiel-Platz gepflanzt worden. Von den Versammelten wurde er frohgemut gemustert und eingeweiht – gewissermassen.

Es handelt es sich nicht um eine ordinäre Weiß-Tanne, eine Blau-Fichte oder Gelb-Kiefer. Es sei eine „Concolor-Tanne“ sagte Celia Meggers vom Fachdienst Stadtgrün auf Nachfrage. Sie muss es wissen. Bei Wikipedia lässt sich ermitteln, dass dafür auch „Kolorado-Tanne“ gebräuchlich ist. Die können über 40 Meter hoch werden.

Soviel zur Botanik. Damit ist nicht erklärt, warum all die Personen sich versammelten. Schließlich ist Marburg nicht Rotenburg ob der Tauber, wo das ganze Jahr über ein Weihnachtsladen geöffnet hat.

Der Weihnachtsbaum ist Teil einer Neugestaltung des Christa-Czempiel-Platzes auf dem Richtsberg (Fotos Hartwig Bambey)

Soziale Stadt und Stadterneuerung Richtsberg

Der Christa-Czempiel-Platz markiert mit Bushaltestelle, benachbarten Geschäften, Sparkassenfiliale, Döner-Imbiß und Verwaltungsaußenstelle einen Mittelpunkt auf dem Richtsberg. Wie anderswo ein Marktplatz. Früher sei dies ein geschotterter Parkplatz gewesen, erzählt Heinrich Scherer vom Stadtplanungsamt. Heinz Wahl vom Stadtteilbüro zeigt Fotos, wie es vor der Umgestaltung ausgesehen hat. Es mußte und sollte etwas geschehen. Gestalterisch, und als Infrastruktur für die Aufenthaltsqualität.

Platzgestaltung und Quartieraufwertung

Jetzt gibt es einen Weihnachtsbaum und eine neue Sitzgruppe mit zwei Tischen für Brettspiele. Dazu wurde der Bereich gepflastert und neu bepflanzt. Während die Versammelten im Kreis stehen, haben andere die neuen Bänken zum Sitzplatz genommen.  Wie Bürgermeister Franz Kahle erläuterte, wird neben einer Aufwertung des Platzes eine Sparmaßnahme umgesetzt. Das  An- und Abfahren und Aufstellen eines Weihnachtsbaumes habe 2000 Euro gekostet. Alle Jahre wieder. Die Umgestaltung konnte mit 7.500 Euro sehr günstig finanziert werden.

Drei Personen

Bürgermeister Franz Kahle, Heinz Wahl vom Stadtteilbüro Richtsberg mit Foto vom vorherigen Zustand und Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic

„Zu den recht geringen 7.500 Euro Gesamtkosten bekommen wir noch einen Zuschuß“ sagte Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic und zeigte sich mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Geplant wurde das Projekt von Fachdienst  Stadtgrün, in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Stadtplanung. Es ist Bestandteil des Projektes „Soziale Stadt“. Mitarbeiter vom Beschäftigungsprojekt „Stadterneuerung Richtsberg“ haben den Platz umgebaut. Die Umsetzung konnte damit von der Projektleitung „Soziale Stadt“ kostengünstig verwirklicht werden. Angefallen sind lediglich Sachkosten von 7.500 Euro.

Geschmückt wird in der Winterzeit

Zum Nikolaus-Basar wird der neue Weihnachtsbaum geschmückt und beleuchtet. „Wachstum in Höhe kommt von alleine. Das haben Bäume so an sich“ meinte Bürgermeister Kahle mit Blick auf die noch recht überschaubare Größe der Kolorado-Tanne. In einigen Jahren werde sicher  ein Hubfahrzeug benötigt. Damit der Baum der Richtsberger geschmückt werden kann. Wintertags, ganz regulär zur Weihnachtszeit.

Eine Kolorado-Tanne kann über 40 Meter hoch werden. Dazu braucht es aber noch viele Sommer.

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