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Am 10. August Tour de Natur nach Marburg mit Farraddemonstration – Gerichtsverfahren wegen Befahrung der Stadtautobahn

VomVerwaltungsgerichtshof in Kassel wurde im Juni eine Fahrraddemonstration auf der Stadtautobahn zugelassen.Bislang wird dies von Ordnungsamt der Stadt und Verwaltungsgericht Gießen erneut verweigert. Foto Hartwig Bambey

Vom Verwaltungsgerichtshof in Kassel wurde im Juni eine Fahrraddemonstration auf der Stadtautobahn zugelassen. Bislang wird dies von Ordnungsamt der Stadt und Verwaltungsgericht Gießen im Rahmen der Tour de Natur verweigert. Foto Hartwig Bambey

Marburg 8.8.2013 (pm/red) Unter dem Motto ‚Aktiv – umweltbewegt – unaufhaltsam‘ startete die 23. Tour de Natur am 27. Juli in Stuttgart. Die Route führt über Würzburg und Frankfurt nach Marburg, wo sie am 10. August endet. In diesem Jahr liegt der Fokus dieser Tour auf umweltfreundlicher Mobilität. Dazu gehören zahlreiche Aktionen und Kundgebungen sowie Themenabende. Die Stadt Marburg hat der Tour de Natur am 10. August das Befahren eines 5,5 km langen Abschnittes der Stadtautobahn B3 in Marburg untersagt. Die Organisatoren der Umweltradtour wollen mit rund 150 bis 200 Teilnehmern genau dort gegen die Verlärmung der Marburger Innenstadt und für Alternativen in der Verkehrsplanung demonstrieren. Die Organisatoren haben deshalb am 31. Juli Rechtsmittel eingelegt. Das Verwaltungsgericht in Gießen hat jetzt Demonstrationsverbot für Umweltradtour auf der Stadtautobahn Marburg bestätigt. Nach der Ablehnung des Gerichtes in Gießen sind die Organisatoren nun in die 2. Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel gezogen. Mit der Entscheidung wird für Freitag, also am Vortag der geplanten Demotour, gerechnet.

Wie die Organisatoren informieren, konnte die Tour de Natur in Frankfurt die autobahnähnliche B43 zum Flughafen am Montag planmäßig die B43 zur Demonstration nutzen. Das Ordnungsamt Wetzlar wollte zunächst das Befahren eines Teilstückes der B49 vor Wetzlar der Tour de Natur untersagen. In Gesprächen machten die Organisatoren der Tour auf die Erfahrung in Frankfurt und die Erfolge vor den Gerichten aufmerksam. Dort ist jetzt die Genehmigung erteilt worden.

Lediglich in Marburg soll die Demonstration auf einem Teilstück der Stadtautobahn nicht möglich sein. Dazu wird die Auffassung vertreten, dass die Stadtautobahn in Marburg eine größere Bedeutung habe und wegen derzeitiger Baumaßnahmen eine Gefährdung gegeben sei. Der Schlussspurt über die B3 in Marburg soll einen Höhepunkt der diesjährigen Tour de Natur darstellen.
Hier möchte die Umwelttour zusammen mit zahlreichen Marburgerinnen und Marburgern darauf hinweisen, dass Verkehrsprobleme auch anders gelöst werden können. 30 Minuten lang wollen die Radlerinnen und Radler für eine Lärmberuhigung der autobahnähnlichen, vierspurig mit Mittelleitplanke ausgebauten Straße sorgen und damit zeigen, wie sich für Marburg wieder mehr Lebensqualität herstellen lässt. Beteiligt dabei ist die Bürgerinitiative Stadtautobahn, die sich vor Ort dafür einsetzt, das innerstädtische Teilstück unter die Erde zu bringen.

In Frankfurt konnte von den Teilnehmern der Tour de Natur die vierspurige B 477 befahren werden. Foto  Jens Hansen.

In Frankfurt konnte von den Teilnehmern der Tour de Natur die autobahnähnliche B 43 befahren werden. Foto Jens Hansen.

Drei Tage vor dieser Demonstration ist die gerichtliche Bestätigung des Demoverbotes der Stadt Marburg in 1. Instanz aus Gießen eingetroffen. Bereits 2008 sollte der Tour de Natur das Befahren des A44-Teilstücks bei Kassel verwehrt werden. Auch für die Fahrrad-Demonstration des AStA Marburg am 14. Juni einem auf Teilstücken der Stadtautobahn wurde zunächst abgelehnt. In beiden Fällen hat in Instanz der Verwaltungsgerichtshof in Kassel anders entschieden und ein kurzzeitiges Befahren mit Fahrrädern als Demonstration möglich gemacht. So zeigt sich jetzt Tour de Natur-Mitorganisator und Demonstrationsleiter Wolfgang Schuch optimistisch: „Wir sehen das ganze sportlich. Die vorgebrachten Ablehnungsgründe sind jetzt noch schwächer als zuvor.“

Route der Tour de Natur am Samstag, 10. August
Etappenorte vor Marburg sind Braunfels, Wetzlar und Gießen. Zum geplanten Mitradeln auf der B3 gibt es verschiedene Möglichkeiten. Start an diesem Tag ist um 9.30 Uhr in Gießen, Ludwig-Uhland-Schule, im Aulweg 120. Gegen 13.00 Uhr kann in Niederwalgern an der Feuerwehr Anschluss gefunden werden. Ab 14.00 Uhr ist dann Marburg bei der Kreisverwaltung Station. Ob es dabei über die Trasse der B3 bis Stadtmitte gehen wird, ist derzeit unklar.

In jedem Fall und unabhängig von der Route wird es um 15.30 Uhr einen Empfang auf dem Marktplatz mit Oberbürgermeister Vaupel geben. Um 16.30 Uhr beginnt eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten zur Landtagswahl im Sitzungssaal der Stadtverordneten.

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