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Stadtwerke testen Bus-Zug in Marburg – Bus mit Anhängerwagen soll Kapazitäten stärken

Norbert Schüren, zwieter von rechts, als Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg begrüßte zur Vorstellung des Bus-Zugs. Christoph Rau, Stadtwerke Marburg Consult, links, H. Wähler für die Polizei, Bürgermeister Franz Kahle und Wolfgang Otto, Geschäftsführer der Marburger Verkehrsgesellschaft, stellten das Konzeot vor. Foto Hartwig Bambey

Norbert Schüren, zweiter von rechts, als Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg begrüßte zur Vorstellung des Bus-Zugs (im Hintergrund). Christoph Rau, für die Stadtwerke Marburg Consult, links, H. Wähler für die Polizei, Bürgermeister Franz Kahle und Wolfgang Otto, Geschäftsführer der Marburger Verkehrsgesellschaft, stellten das Konzept vor. Foto Hartwig Bambey

140507 (yb) In diesen Tagen ist ein ‚Bus-Zug‘ im Stadtgebiet zum Probetrieb unterwegs. Die Stadtwerke testen das für Spitzenlast ausgelegte Gefährt auf ihren Strecken in Marburg. Hintergrund dafür sind Anstrengungen im Nahverkehr den wiederkehrenden Spitzen bei der Beförderung in der morgendlichen und mittäglichen Schülerbeförderung und von Studierenden zu bestimmten Zeiten besser entsprechen zu können. Zu diesem Zweck ist ein ‚Bus-Zug‘ von der Herstellerfirma in Thüringen nach Marburg gebracht worden. Am heutigen Mittwoch wurde im Rahmen des Probebetriebs eingeladen. Der hauptamtliche Magistrat, Mitarbeiter der Stadtwerke und Behördenvertreter gingen zu einer Probefahrt an Bord, um sich unmittelbare Eindrücke zu verschaffen.

Ein gravierendes Problem im öffentlichen Personennahverkehr in Marburg sind Verkehrsspitzen zu bestimmten Zeiten. Überfüllte Busse auf dem Weg zu verschiedenen Schulen sind ein Ausdruck dafür. Ähnlich geht es am Bahnhof zu, wenn zeitgleich mehrere Hundert Studierende in einem Zug eintreffen und die Platzkapazität der Busse dafür nicht ausreicht. So gibt es regelmäßig zu bestimmten Zeiten mehr Personen in Marburg, die befördert werden wollen als Platz und Kapazität in Bussen zur Verfügung gestellt werden kann.

Abhilfe und deutliche Entlastung verspricht sich Wolfgang Otto als Geschäftsführer der Marburger Verkehrsgesellschaft von dem Einsatz des Bus-Zuges, bestehend aus einem Bus und angehängten Fahrzeug ohne eigenen Antrieb. Etwa 190 Personen können damit befördert werden, rund 50 Personen mehr als in einem Gelenkbus Platz finden. Es kann damit innerhalb des Systems an Buslinien mit Fahrplantaktung zu bestimmten Zeiten eine Ausweitung der Kapazität geleistet werden.

Dar Bus-Zug passiert die Haltestelle an der Universitätsbibliothek und bewältigt den engen Radius – anders als ein Gelenkbus, der obwohl 1,00 Meter kürzer, dort nicht eingesetzt werden kann. Foto Hartwig Bambey

Dar Bus-Zug passiert die Haltestelle an der Universitätsbibliothek und bewältigt den engen Radius – anders als ein Gelenkbus, der obwohl 5,00 Meter kürzer, dort nicht eingesetzt werden kann. Foto Hartwig Bambey

Zugleich ergeben sich wirtschaftliche Vorteile und mehr Flexibilität. Der Bus-Zug kann als Einheit eingesetzt werden. Das angehängte zweite Element kann zu anderen Zeiten abgekoppelt werden, um den den Bus in Zeiten mit geringerem Fahrgastaufkommen als Normalbus fahren zu lassen. Damit ist dann eine deutlich geringerer Kraftstoffverbrauch gegeben. Zudem hat die Einheit mit zwei Elementen eine deutlich bessere Wendigkeit im Einsatz, kann mit engerem Radius verkehren und schafft es auch die Haltestelle an der Universitätsbibliothek mit engem Wendekreis anzufahren.

Eine imposante Länge von 23 Metern hat der 'Bus-Zug', bestehend aus einem normalen Buslement mit Motor und einem angehängten zusätzlichen Buswagen ohne Antrieb, Aufnahme von hinten. Foto Hartwig Bambey

Eine imposante Länge von 23 Metern hat der ‚Bus-Zug‘, bestehend aus einem normalen Buslement mit Motor und einem angehängten zusätzlichen Buswagen ohne Antrieb, Aufnahme von hinten. Foto Hartwig Bambey

Nach dem mehrtägigen Praxistest in Marburg kann jetzt die Meinungsbildung in Marburg über die Anschaffung dieses Systems, das bereits in zahlreichen anderen Städten eingesetzt wird, auf den Punkt gebracht werden. Dabei geht es um rund 500.000 Euro Investition für die Finanzierung eines solchen Doppelbus-Elements. Zugleich würde nur mit einer Einheit es nicht gelingen können die gewollte und benötigte wirksame Ausweitung der Beförderungskapazitäten herzustellen. Es wird also wohl um den Kauf von zumindest zwei oder drei Buseinheiten gehen, um die Kapazität für eine spürbare Entlastung vorhalten zu können. Damit steht in Marburg eine Entscheidung für ein neues System bevor, das nur mit dem Einsatz von einer Million Euro oder einem noch höheren Betrag zu finanzieren sein wird.

—>Reportage Testfahrt auf die Lahnberge  

 

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