„Kassel als junge Großstadt“  – Ein Bildband zeigt die verschwundene Pracht der Nordhessenmetropole

Kassel 01.12.2019 (yb) Von Kassel ist allgemeinhin bekannt, dass die Stadt zum größten Teil in Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist. Im Oktober 1943 wurden die umfangreich vorhandenen Anlagen der Rüstungs- und Kriegsindustrie in Kassel Ziel …

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Aktionsbündnis will „Afföller retten“ – Entsetzen über Verkaufsabsichten der Stadt Marburg

Marburg 23.08.2019 (pm/red) Der große Saal des Café Trauma war gut gefüllt, als am 21. August das Aktionsbündnis „Afföller retten“ offiziell gegründet wurde, informiert dazu eine Pressemitteilung. Über 50 Personen hatten sich am Ort des Geschehens getroffen, um zu beraten, wie die Baupläne der Pohl-Familienstiftung abgewehrt werden können. Wir sind entsetzt, dass die Stadt Marburg bereit ist, Teile des letzten größeren Geländes, das sich noch im öffentlichem Eigentum befindet, zu verkaufen. Von den Käufern, der MPG, weiß man nur, dass sie einer Familienstiftung gehört, deren Zweck es ist, das Wohlergehen der Familie Pohl zu fördern,“ erklärte Tamara Chilashvili, die zusammen mit Christian Kirscht einmütig als Sprecher/in des Aktionsbündnisses bestimmt wurde.

Das Bündnis sieht die Existenz der Kultureinrichtungen am Afföller durch die geplante Errichtung eines Seniorenheims in direkter Nachbarschaft bedroht. „Die Lärmemissionen des Trauma vertragen sich wohl kaum mit einer Alteneinrichtung“, wird dazu eingeschätzt. Uns stört, dass weiterhin Privatunternehmen bestimmen, wie die Stadt sich entwickelt“, stellt Christian Kirscht fest. „Statt die verbliebenen öffentlichen Flächen unter Einbeziehung der BürgerInnen zu entwickeln, haben Bürgermeister und Baudezernent Wieland Stötzel gleich die ‚grundsätzliche Bereitschaft’ des Magistrats erklärt, das Grundstück am Afföller an die Pohl-Firma MPG zu verkaufen.“

Das Bündnis hat sich eine Reihe von Aktionen einfallen lassen, um das zu verhindern und um zu erreichen, dass die Stadt keine öffentlichen Flächen mehr verkauft und die Stadtentwicklung künftig unter breiter Beteiligung der BürgerInnen stattfinden soll. Die Unterschriftenaktion, die Grüne, Marburger Linke und AStA im Juli gestartet, und die bereits über 1.000 Menschen unterstützt haben, wird vom Aktionsbündnis übernommen und fortgesetzt.

„Wir wollen, dass auch viele Organisationen ihren Namen unter den Aufruf setzten und sich möglichst auch dem Bündnis anschließen“ so Tamara Chilashvili , „denn nur gemeinsam sind wir stark.“ Ergänzt wird diese Unterschriftenliste durch eine Online-Petition.

Einen ersten Vorgeschmack auf kommende Aktionen lieferte das Bündnis durch einen Besuch der Bauauschusssitzung am 22. August, welcher genutzt wurde, um die Forderung nach einem Privatisierungsstopp vorzutragen. Gleichzeitig soll der Widerstand gegen die Pläne der Pohl-Familienstiftung auch öffentlich werden. Das Bündnis ruft zu einer Demonstration am 21. September auf, die mit einem Fest am Afföller enden wird. Aktionswochen sollen folgen.