„Mär vom aufgeblähten deutschen Staat“ per Datencheck entkräftet

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Ist Goldschmuck eine sichere Wertanlage?

10.08.2022 (pm/red) Bereits Uropa wusste: Wenn die Zeiten unsicher sind, investiert man lieber in Edelmetall, als das eigene Kapital auf das Sparbuch zu legen. Das bedeutete allerdings nicht, dass die damals getroffenen Entscheidungen immer die richtigen waren. Wohin das führt, kann man beispielsweise in der nachmittäglichen ZDF-Sendung „Bares für Rares“ beobachten. Dort landet manch ein familiäres Kleinod auf dem Tisch der Experten, wo anschließend die bittere Wahrheit zutage kommt. In sehr vielen Fällen haben die Eltern oder Großeltern im Glauben an eine signifikante Wertsteigerung deutlich überhöhte Preise bezahlt, die sich Jahrzehnte später bei einem Wiederverkauf nicht einmal ansatzweise erzielen lassen. Trotzdem kann Goldschmuck unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Geldanlage sein, bei der auch mit einer signifikanten Wertsteigerung gerechnet werden kann.

Die Faustregel ist einfach: Je mehr Gold, desto sicherer die Anlage

Wer sein Kapital in Gold anlegen möchte, kann sich zwischen Münzen, Barren oder Goldschmuck entscheiden. Insbesondere bei letztgenannter Methode ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich der Kaufpreis nicht alleine aus dem Materialwert errechnet. Selbstverständlich zahlt man bei einer Goldkette Herren auch für die Handwerkskunst des Goldschmiedes sowie für die Marge des Juweliers. Bei Schmuck, der für einen Preis im dreistelligen Eurobetrag gehandelt wird, sind diese „Nebenkosten“ noch recht signifikant. Entscheidet man sich jedoch für einen Siegelring oder ein anderes hochwertiges Schmuckstück aus Gold, sieht die Sache schon etwas anders aus: Je höher der reine Goldwert des Schmuckstückes, desto geringer ist der prozentuale Anteil für die Goldschmiedekunst und die Handelsmarge. Und da der Goldpreis trotz der einen oder anderen Delle auch in der Zukunft weiter ansteigen wird, kann man sich des materiellen Wertes seines neuen Lieblings-Kleinodes auch langfristig sicher sein. Je nach Hersteller und Design ist sogar zu erwarten, dass ein Ankäufer beides zusätzlich zum reinen Materialwert honorieren wird.

Goldschmuck muss stets sicher verwahrt werden!

Anders als bei der Investition in Goldbarren ist der Kauf von Goldschmuck auch immer eine Herzensangelegenheit. Darum ist er auch zu schade, um nicht getragen zu werden. Die Vorsicht ist aber nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch der Schmuckschatulle. So sollte man echten Goldschmuck nur zu passenden Anlässen tragen. Für die Vernissage oder den Besuch in der Oper darf es gerne echtes Edelmetall sein, beim Brötchenholen oder der Runde mit dem Hund hingegen sollte man sich lieber etwas mehr zurückhalten. Andernfalls riskiert man, die falschen Leute auf sich und die wertvollen Schmuckstücke aufmerksam zu machen.

Zu Hause gehört der Goldschmuck keinesfalls in die Schublade der Frisierkommode, sondern in einem gut gesicherten Safe. Noch besser ist es sogar, sich bei einer Bank ein Schließfach zu mieten und Ketten, Ohrringe und Schmuckringe dort einzulagern. Zwar kostet das regelmäßig Geld, dafür kann man allerdings deutlich besser und entspannter schlafen.

Ist Modeschmuck wertvoll?

Modeschmuck kann man in jeder Fußgängerzone erwerben und findet ihn auch im Angebot von Kunsthandwerkern. Gerade dort handelt es sich oftmals um Schmuckstücke, die in liebevoller Handarbeit hergestellt wurden und dementsprechend viel Geld kosten. Sogar dann, wenn es sich beim Material nicht um echtes Gold oder echte Brillanten handelt. Bei dieser Art von Schmuck zahlt man tatsächlich vor allem die Handwerkskunst, während der Materialwert vernachlässigt werden kann. Wer sich für kunsthandwerklich produzierten Schmuck entscheidet, tut dies also in erster Linie aus ideellen Gründen. Hier kommt es also darauf an, dass man mit dem erworbenen Schmuck tatsächlich schöne Gedanken oder Erinnerungen verknüpft. Bei einem etwaigen Wiederverkauf wird es allerdings deutlich schwieriger: Ein ideeller Wert kann von einem Ankäufer natürlich nicht berücksichtigt werden. Sofern sich die Künstlerin oder der Künstler nicht in der Zwischenzeit einen Namen machen konnte, ist also kaum mit einer Wertsteigerung des Schmucks zu rechnen. In vielen Fällen sind professionelle Ankäufer beziehungsweise Ankäuferinnen sogar überhaupt nicht interessiert, sodass man den Modeschmuck allenfalls verschenken oder auf dem Flohmarkt veräußern kann.

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