EnRich: Zukunftskonzept für geschlechtersensible Forschung

01.03.2024| Im Wortlaut.  Es stellt sich zunehmend heraus, dass geschlechterrelevante Aspekte für objektive und zuverlässige Ergebnisse von wissenschaftlicher Forschung von großer Bedeutung sind. Mit dem Projekt „EnRich“ will die Philipps-Universität Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützen, …

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Vorstellung Stadtschrift zur Schul- und Stadtgeschichte Marburgs in der NS-Zeit

02.11.2022 (pm/red) In Kürze erscheint mit der Publikation „Friedrich Carl Sell, gute Freunde und ein Widersacher. Aus der Schul- und Stadtgeschichte Marburgs in der NS-Zeit und darüber hinaus“ der Band 117 Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur. Im Rahmen eines Abends der Erinnerungskultur wird die neue Stadtschrift mit Historikern, Zeitzeugin und dem Autor am 8. November im historischen Rathaussaal ab 18 Uhr vorgestellt.

Gut drei Jahre hat Autor Jürgen Hahn-Schröder für ein Stück der Marburger Erinnerungskultur in unterschiedlichen Archiven geforscht, um „dem Vergessenen einen Namen zu geben“. Friedrich Carl Sell stand dafür, in der Nazi-Hochburg Marburg „humane Prinzipien zu leben“ und pflegte eine lange Freundschaft mit dem bekannten Marburger Theologen Rudolf Bultmann. Sell musste vor weiterer Verfolgung mit seiner Frau und den beiden Töchtern in die USA emigrieren. Aufgearbeitet wird mit der Stadtschrift zudem die Rolle, welche die Marburger Nazi-Größe Oskar Wolf dabei spielte.

An der Programmgestaltung des Abends sind Professor Dr. Eckart Conze, Philipps-Universität, und Dr. Bernhard Rosenkötter, Archivpädagoge am Hessischen Staatsarchiv, beteiligt. Anreisen und sprechen wird auch die älteste Enkeltochter von Sell – Lynn Meins. Im Mittelpunkt der Buchpräsentation steht der Lebenslauf eines lange vergessenen, dabei herausragenden Lehrers der Elisabethschule von 1933 bis 1937 zur Einordnung für die Auseinandersetzung mit Geschichte und Bildungsarbeit.

In einer Zeit, in der es schon bald keine Menschen mehr geben wird, die persönlich Zeugnis über die nationalsozialistischen Verbrechen ablegen können, soll die biografische Annäherung umso mehr zur Erinnerung beitragen.

Die neue Publikation ist als Band 117 der Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur (ISBN 978-3-942487-20-7) ab sofort im Buchhandel erhältlich, außerdem bei der Stadt Marburg, Markt 8, sowie unter www.marburg.de/stadtschriften und per Mail an pressestelle@marburg-stadt.de zum Preis von 15 Euro erhältlich.

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