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Benedict Neuenfels erhält den Marburger Kamerapreis 2023

Benedict Neuenfels

Mit Regisseurin Maria Schrader drehte Benedict Neuenfels 2021 „Ich bin dein Mensch“. Foto Christine Fenzl

25.01.2023 (pm/red) Den mit 5.000 Euro dotierten Marburger Kamerapreis 2023 erhält der deutsche Kameramann Benedict Neuenfels. Die Philipps-Universität  und die Stadt Marburg vergeben den von Prof. Dr. Malte Hagener, Dr. Martin Jehle und dem Fachdienst Kultur organisierten Marburger Kamerapreis zum 22. Mal.  Am 6. Mai wird der Preis an Benedict Neuenfels für seine ästhetisch ausgesprochen vielfältige Arbeit übergeben, wird informiert.

„Das Erzählen mit der Kraft leuchtender Bilder macht Kino aus“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bei der Bekanntgabe des Preisträgers. Die Aufmerksamkeit auf die Gestalter der Bilder zu lenken, sei das Ziel des überregional beachteten Preises.  „Die Arbeiten von Neuenfels beschreiten technisch und gestalterisch immer wieder neue Wege und zeigen dabei ein feines Gespür für die visuelle Gestaltung unterschiedlicher Genres und Themen“, heißt es in der Begründung der Jury.

Benedict Neuenfels

Benedict Neuenfels nimmt den Preis am 6. Mai in Marburg entgegen. Foto Giselafilms, Maike Maier

Die oft experimentelle Natur der Bildgestaltung dränge sich dabei nicht in den Vordergrund, vielmehr würden die Figuren und Geschichten aus dem Hintergrund unterstützt und in Zusammenarbeit mit den anderen Departments wie dem Szenenbild und der Regie überhaupt erst neu erschaffen. Es werde mit Neuenfels ein Preisträger gewürdigt, der sich entschieden dafür einsetze, den Begriff der Bildgestaltung zu profilieren, um darauf hinzuweisen, dass neben der Bedienung der Kamera auch die Bewegungsdramaturgie, die Arbeit mit Licht und Farben und damit das visuelle Erzählen zu den Aufgaben der Bildgestalter und Kinematografen gehört. Die Entscheidung für Benedict Neuenfels fiel einstimmig.

Benedict Neuenfels studierte bis 1994 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Seine erste Arbeit als Bildgestalter war der 1988 erschienene Spielfilm „Europa und der zweite Apfel“, den er unter der Regie seines Vaters Hans Neuenfels drehte. Danach folgten Filme wie „Morlock – Die Verflechtung“ mit Götz George (1993, Regie: Dominik Graf), „Frau Rettich, die Czerny und Ich“ mit Martina Gedeck und Iris Berben (1998, Regie: Markus Imboden), „Homevideo“ mit Jonas Nay und Wotan Wilke Möhring (2011, Regie: Kilian Riedhof), „Ich bin dein Mensch“ mit Maren Eggert und Dan Stevens (2021, Regie: Maria Schrader) sowie Produktionen aus der „Tatort“-Reihe. Er drehte mehr als 60 Filme und Serien unterschiedlicher Genres und wurde so zu einem der vielseitigsten Bildgestalter im deutschsprachigen Raum.

Dafür wurde Neuenfels bereits mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet, unter anderem bekam er sieben Mal den Deutschen Kamerapreis und zweimal den Deutschen Filmpreis für die beste Bildgestaltung. Zudem erhielt er zwei Grimmepreise. Benedict Neuenfels nimmt den Preis am 6. Mai, um 20 Uhr, im Cineplex in Marburg entgegen. Vom 4. bis 6. Mai finden die 24. Bild-Kunst Kameragespräche  statt.

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