Darum strahlen Perowskite hell: Forschungsteam der Physik erklärt Materialeigenschaften zukunftsweisender Halbleiter

05.06.2024 (pm/red) Es klingt paradox: Das Halbleitermaterial Perowskit ist zu besonders hellem Leuchten fähig, obwohl sein Grundzustand auf dunklen Exzitonen beruht. Warum das so ist, hat ein europäisches Forschungsteam unter Marburger Leitung beleuchtet, indem sie …

Lesen Sie den gesamten Beitrag »
Kultur

Hessische Geschichten

Kassel

Hessen Kassel Heritage

Kunst

Home » Allgemein

An internationalem Frauentag Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst

03.03.2023 (pm/red) ver.di ruft am Internationalen Frauentag am 8. März die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zu einem bundesweiten Aktionstag auf. In Hessen gibt es Demonstrationen und Kundgebungen in Kassel, Marburg, Hanau, Frankfurt und Darmstadt.

„Wir kämpfen seit vielen Jahren für die Aufwertung der Sozialen Arbeit. Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher, der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter muss die Anerkennung bekommen, die sie verdient. Deshalb zeigen wir heute, wie wichtig diese Beschäftigten für die Gesellschaft sind. Leider gibt es aber nach wie vor nur wenig Bereitschaft, die Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit besser zu finanzieren“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Mit Aktionen am Internationalen Frauentag soll auf diese Problematik aufmerksam gemacht werden.

Streik betrifft soziale Einrichtungen und Kindertagesstätten

Für den Tag hat ver.di zu bundesweiten Warnstreiks in Kindertagesstätten und sozialen Einrichtungen aufgerufen. Damit reagieren die Beschäftigten auf das völlig unzureichende Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Vom Streik werden viele soziale Einrichtungen und Kindertagesstätten betroffen sein, so dass es zu Einschränkungen des Betriebes bis hin auch zu Schließungen kommen kann.

Die Soziale Arbeit ist mit 83 Prozent eine Branche, in der überwiegend Frauen arbeiten:  beispielweise in Kindertageseinrichtungen, Jugendämtern und Beratungsstellen. Dabei sind die Arbeitsbedingungen häufig prekär. Ob in Teilzeit und/oder als befristet Beschäftigte spüren Frauen die Folgen der aktuellen Krisen am deutlichsten. Zudem mangelt es vielfach an finanzieller Anerkennung für die Arbeit in den sozialen Berufen.

„Mit betrieblichen und öffentlichen Aktionen am Internationalen Frauentag stellen wir uns deshalb in die lange Tradition frauenpolitischer Kämpfe für eine bessere Gesellschaft für alle“, betont die ver.di-Vize.

In den Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen wurde der Forderung von ver.di nach 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, erneut eine klare Absage erteilt – trotz steigender Preise, hoher Inflation und großer Personallücken, gerade auch in der Sozialen Arbeit.

„Das Angebot der Arbeitgeber ist völlig indiskutabel und ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Es ist eine Provokation ohnegleichen. Die Beschäftigten, die täglich gute und wichtige Arbeit leisten, brauchen dringend mehr Geld, um die stark gestiegenen Preise für Mieten, Energie und Lebensmittel zahlen und sich und ihre Familien über Wasser halten zu können. Sie kämpfen verstärkt für ihre Forderungen“, erklärt Behle.

Die ver.di-Vize warb um das Verständnis der Eltern, Kinder und anderer vom Streik betroffener Menschen. Die Streiks würden so frühzeitig angekündigt, damit die Betroffenen auf alternative Möglichkeiten bei etwaigen Schließungen oder anderen Einschränkungen ausweichen könnten. Eltern sollten sich bei den jeweiligen Trägern über mögliche Notbetriebe oder andere Ausweichmöglichkeiten informieren.

Kassel:

In Nordhessen streiken die Beschäftigten in Kitas, Jugendhäusern, Allgemeiner Sozialer Dienst ASD, Jugendgerichtshilfe, d.h. Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen in kommunalen Einrichtungen.

Außerdem aufgerufen sind die Kolleg*innen der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg und des Bad Emstaler Vereins (Psychatrie). Auch die Streikenden des Sozial- und Erziehungsdiensts aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg nehmen hier teil.

Demonstration 10.00 Uhr Opernplatz

Marburg:

In Mittelhessen aufgerufen sind Tarifbeschäftigte, Auszubildende, Praktikant*innen und Studierende im Sozial- und Erziehungsdienst aller Dienststellen der Kommunalverwaltungen. Aufgerufen sind auch die freien Träger im Anwendungsbereich des TVöD, z.B. AWO und Lebenshilfen. Dies betrifft die Landkreise Gießen, Marburg/Biedenkopf und Lahn-Dill. Die Streikenden reisen nach Marburg. Die Streikenden im Sozial- und Erziehungsdienst aus dem Vogelsbergkreis nehmen hier teil.

Demonstration 9.00 Uhr ab Georg-Gaßmann-Stadion zum Erwin-Piscator-Haus

 

Contact Us