EnRich: Zukunftskonzept für geschlechtersensible Forschung

01.03.2024| Im Wortlaut.  Es stellt sich zunehmend heraus, dass geschlechterrelevante Aspekte für objektive und zuverlässige Ergebnisse von wissenschaftlicher Forschung von großer Bedeutung sind. Mit dem Projekt „EnRich“ will die Philipps-Universität Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützen, …

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Kann Marburg-Biedenkopf zur Cannabis-Modellregion werden?

17.05.2023 (pm/red) Wenn im Rahmen der geplanten Freigabe von Cannabis bald die ersten Feldversuche in Deutschland stattfinden, soll der Landkreis Marburg-Biedenkopf dabei sein. Das meinen die GRÜNEN und beantragen mit ihrer Kreistagsfraktion, dass der Landkreis sich als Cannabis-Modellregion bewerben soll.

Es gibt Aktivitäten der Bundesregierung in Gestalt eines Eckpunktepapiers, wie eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene in lizenzierten Fachgeschäften möglich werden soll. Als Ziele werden „Jugendschutz, der Konsumentenschutz, hohe Qualitätsstandards und die Eindämmung des Schwarzmarktes“  benannt, so die Aussage in der Pressemitteilung der GRÜNEN.

Dabei sei von der Bundesregierung geplant regionale Modellvorhaben mit kommerziellen Lieferketten und wissenschaftlicher Begleitung zu schaffen. Indem viele Städte als Teil der Legalisierung ihren Einwohnern den kontrollierten Kauf von Gras ermöglichen könnten, fordert die grüne Kreistagsfraktion Modellversuche nicht nur in städtischen Gebieten sondern auch im ländlichen Raum. Schließlich gehöre „Kiffen zur Realität“ im ganzen Land.

Einen Modellversuch in Marburg-Biedenkopf möchte man diskutieren mit Fachveranstaltungen mit Fachverbänden, Gesundheitsamt und Polizei. Außerdem sollen Landwirte – als potenzielle Cannabis-Produzenten – Umweltschutzverbände und andere Experten an den Tisch geholt werden.

Der Kreisausschuss soll entsprechende Angebote entwickeln, so der Antrag zur Sitzung am 2. Juni und Vorschlag der GRÜNEN. Zugleich solle der Kreis gemeinsam mit den sozialen Trägern und den Schulen  über die Cannabis-Legalisierung informieren.

Im Oktober kommt in Hessen die Landtagswahl. Ob man mit dem Antrag hier lediglich ein Thema besetzen will und in Kauf nimmt ein Aufreger zu produzieren, bleibt abzuwarten. In jedem Fall ist Marburg ein bedeutender Pharmastandort und hat bereits mit Corona viele Hundert Steuermillionen vereinnahmt. Irgendwie muss es schließlich weitergehen, wenn die Aussichten für BIONTEC derzeit nicht die besten sind. Ob die GRÜNEN mit ihrem Antrag biologisch angebautes Cannabis bevorzugen, bleibt abzuwarten.

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