Beteiligungstage für das „Landgrafenschloss der Zukunft“

14.04.2024 (pm/red) Im Zuge des Projekts „Landgrafenschloss der Zukunft“ laden die Philipps-Universität Marburg und die Universitätsstadt Marburg alle Interessierten zu Beteiligungstagen am 19. und 20. April 2024 ein, sich mit Ideen und Wissen an der …

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Sind die Menschenrechte wichtig oder können die weg?

Leiter politische Bildung Felix Klinger und Geschäftsleiterin Kordula Weber von Arbeit und Bildung e.V. auf dem „Parcours der Menschenrechte“. Foto Kerstin Warnecke

28.03.2024 (pm/red) Wie zeitgemäß sind eigentlich die Menschenrechte im Angesicht der Vielzahl globaler Krisen und Kriege? Das hat Arbeit und Bildung e.V. auf dem Marburger Marktplatz etwas provokant gefragt: „Menschenrechte – sind die Kunst oder können die weg?“ Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus präsentierte der Bildungsträger die Plakatausstellung „Parcours der Menschenrechte“ vor dem Rathaus.

Anstatt über die Menschenrechte im Allgemeinen zu reden, verfolgt die Ausstellung das Ziel, jeden einzelnen der 30 Artikel der Menschenrechtskonvention sichtbar zu machen. Auf diese Weise sollte deutlich werden, wovon eigentlich genau gesprochen wird, wenn von Menschenrechten die Rede ist.

„Alle kennen die Menschenrechte, doch kaum jemand weiß, was dort genau geschrieben steht. Das möchten wir ändern,“ erklärt Felix Klinger, Abteilungsleiter für politische Bildung bei Arbeit und Bildung e.V. und lädt Passanten zum Gespräch ein.

Plakat-Präsentation im Einsatz für die Menschenrechte

Daniel Jonas zum Beispiel fragt sich, „wie die Menschenrechte praktisch gelebt und umgesetzt werden sollen, wenn man manchmal nicht weiß, wo ein Menschenrecht des Einen anfängt und eines Anderen aufhört.“
Auf Schwierigkeiten und Unterschiede in der Umsetzung der Menschenrechte im globalen Vergleich machte Andrea Jaramillo aufmerksam. Die Kolumbianerin schaut sich §24 an, der besagt, dass jeder Mensch Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigem bezahlten Urlaub hat.

Mit Blick auf Personen, die in ihrem Heimatland auf der Straße Waren verkaufen und morgen nicht wissen, ob die Einnahmen für´s Überleben reichen, ist für sie dieser Paragraph weit weg von der Lebensrealität vieler Menschen, insbesondere im globalen Süden. Dennoch sehen Jonas und Jaramillo die Auseinandersetzung mit den Menschenrechten als essentiell wichtig. Jaramillo kam eigens wegen der Ausstellung zum Marktplatz.

Es wurden viele Gespräche dazu auf dem Marktplatz geführt, in den deutlich wurde, dass es sich lohnt, für die Menschenrechte einzustehen und sich stark zu machen

Wer eine Idee hat, wie ein Menschenrecht für alle Menschen aussehen könnte, kann sich interaktiv über einen QR-Code äußern. Die Beiträge werden nach den Osterferien anonymisiert auf der Homepage und auf den Social-Media-Kanälen von Arbeit und Bildung e.V. veröffentlicht.
Der Bildungsträger wird sich weiter für die politische Bildung in der Region stark machen. Der „Parcours der Menschenrechte“ kann kostenfrei in Bildungseinrichtungen und bei öffentlichen Veranstaltungen ausgeliehen werden.

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