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Einzelhandelsdialog der Stadt Marburg: Gemeinsam die Innenstadt attraktiver machen

Das Netzwerken ist ein wichtiger Teil des Einzelhandeldialogs im Marburger Rathaus. Foto Heike Döhn

03.05.2024 (pm/red) Der Stadt Marburg ist es ein großes Anliegen zu erfahren, wie sie die Marburger Einzelhändler unterstützen kann. Sie hat daher zum dritten Mal zum Marburger Einzelhandelsdialog eingeladen, um Ergebnisse und Projekte der Innenstadtentwicklung vorzustellen und Anregungen der Einzelhändler aufzunehmen.

Das Interesse am gegenseitigen Austausch ist groß: Etwa 50 Einzelhändlerinnen und Einzelhändler folgten der Einladung und nutzen die Gelegenheit, Wünsche und Anregungen zu formulieren – beispielsweise mehr Blumendekoration für die Innenstadt, Kurzzeitparkplätze vor Geschäften oder ein Ausbau des Wochenmarkts vor dem Rathaus.

„Ohne einen lebendigen Einzelhandel gibt es keine lebendige Innenstadt, sie haben einen wesentlichen Einfluss auf die Attraktivität und Lebensqualität unserer Stadt“, wandte sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies an die Gäste, es sei auch Aufgabe der Kommune, dass sich Einzelhandel und Gastronomie entwickeln können.

Gemeinsam mit Jana Schönemann (Leiterin der Stabsstelle für Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung und Statistik) und Nadine Kümmel (Quartiersmanagement Oberstadt) stellte Spies die Aktivitäten und Projekte vor, die den Einzelhandel unterstützen sollen. Dazu gehören die Projekte FreiRaum und VielRaum, die dem Leerstand in der Oberstadt entgegenwirken sollen. Mittel aus dem Landesförderprogramm „Zukunft Innenstadt“ seien  ausgelaufen, die Stadt wolle selbst Geld hierfür bereitstellen, kündigte Spies an.  Weitere Projekte – etwa zahlreiche bunte Stühle als Stadtmobiliar, sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Jana Schönemann stellte erfolgreiche Fördermaßnahmen wie „MarburgLiebe“, „Heimat Shoppen“ und attraktive Feste wie den Marburger Frühling und Marburg by Night vor und betonte: „Konzepte wie der VielRaum, für den wir aktuell über 40 Anmeldungen haben, wirken wunderbar“. Für die Zukunft solle eine Stelle für Leerstandsmanagement eingerichtet werden, geplant seien eine Einzelhandelsstudie und Marburger Stadtgespräche zur Zukunft der Innenstädte.

Quartiermanagerin Nadine Kümmel stellte das Konzept der Einkaufstouren für Bürger aus anderen Stadtteilen vor, mit denen eine Klientel wieder in die Oberstadt gebracht werde. Sie wies auf die gezielte Umgestaltung von oft verunzierten „Schmuddelecken“ hin. Die Passage zum Oberstadtaufzug sei durch die Ausstellung mit Arbeiten der FotoCommunity Marburg aufgewertet worden. Auch die Frequenzmessung in der Oberstadt könne ein Instrument für weitere Ideen und Konzepte sein.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Moderator Daniel Mauke sprechen mit den Einzelhändler über deren Wünsche für die Innenstadt. Foto Heike Döhn

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Einzelhändler Gelegenheit zum Austausch und zur Formulierung von Anregungen und Ideen. Sie wünschten sich zum Beispiel einen stärkeren Fokus auf Ketzerbach und Nordviertel, mehr Sauberkeit auf den Straßen und die Ausrichtung eines Kinderfestes, um den Nachwuchs an die Innenstadt zu binden.

Mehrfach genannt wurde auch der Wunsch, es möge weniger Automatenläden und „Spätis“ in der Innenstadt geben – „wir haben leider keine Instrumente dagegen“, sagte Spies. Auch auf ein besseres digitales Netz habe die Stadt keine Einflussmöglichkeiten. Themen wie größere Sauberkeit, Probleme mit den Oberstadt-Aufzügen, mehr Dekoration oder Kurzzeitparkplätze nahm der OB mit dem Team der Stadtentwicklung entgegen und versprach, sie zu bearbeiten und die Ergebnisse beim nächsten Einzelhandelsdialog zu besprechen.

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