Marburger Elegien von Welfare zu Workfare – wie weiter und was danach?

05.02.2026 (mm/red) Die Universitätsstadt Marburg und Marburg als Pharmastandort erlebt und erleidet gerade eine heftige Krise. Den Haushalt für 2026 konnte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, der zugleich Kämmerer und damit für den Haushalt zuständig ist, …

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Der Landkreis geht im Hinterland voran in Sachen Bargeldabschaffung

23.12.2025 (mm/red) Haben es die Bewohner mitbekommen, dass Bargeld vom Landkreis Marburg-Biedenkopf in Biedenkopf nicht mehr angenommen wird? Wie das Bildschirmfoto oben belegt, und im Blog „Geld und mehr veröffentlicht ist, wurde dies wirksam in der Führerschein- und Zulassungsstelle und in der Ausländerbehörde. Auch in der Oberhessischen Presse wurde am 1. März darüber berichtet.

Ausländer bzw. Nutzer und Kunden der Ausländerbehörde und Autofahrer können und werden es gemerkt haben mit dem 1. März diesen Jahres. Und Tageszeitungsleser können es wissen.

Seit Jahr und Tag ist es eine anscheinend unaufhaltsame Entwicklung, dass Bargeld und die Bezahlung mit Bargeld erschwert und verdrängt wird. An der Kasse beim Lebensmitteleinkauf gibt es längst getrennte Bereiche. Dort geht man verbreitet soweit, dass die Bezahlung (und das vorherige Einscannen der Produkte aus dem Einkaufswagen) Arbeit und Aufgabe der Kunden ist – bargeldlos. Bargeld weg und Personal an der Kasse ebenfalls. 

Mancherorts wird man noch gefragt. „Bar oder mit Karte?“ Dort gibt es dann noch die Wahl zwischen Bargeld und Kartenzahlung. Doch zunehmend wird dazu übergegangen das Bezahlen mit Münzen und Geldscheinen nicht mehr zuzulassen. Inzwischen gibt es Cafés und andere Gaststättten und Hotels, wo Barzahlung nicht mehr möglich ist. Dort muss Mensch nicht unbedingt einkehren oder buchen.

Kurzum, die Maßnahmen und Einschränkungen zur Abschaffung und Einschränkung zur einfachen – und oftmals anonymen, nicht überwachten – Bezahlung mit Bargeld sind auf dem Vormarsch.

Eine etwas andere Situation entsteht, wenn öffentliche Angebote und Dienstleistungen von Kommunen auf bargeldlose Zahlung umgestellt werden. An der Führerschein- und Zulassungsstelle führt kein Weg vorbei, wer ein Auto oder anderes KFZ benutzen will. Das ist nicht alleine in Biedenkopf der Fall.

Zum Thema Bargeldabschaffung hat das Marburger. bisher nur wenig berichtet. Zu lesen gibt es einen längeren Gastbeitrag von Hansjörg Stützle übernommen aus dem damaligen Magazin Rubikon. Dessen Titel „Die Salamitaktik – Die Befürworter der Bargeldabschaffung verfolgen eine penetrante Strategie der kleinen Schritte“ ist auch heute noch zutreffend. Doch in den zurückligenden vier Jahren hat sich viel getan – gegen die Verwendung von Bargeld. Gute Gründe zukünftig darüber mehr zu veröffentlichen. 

Zu dem üblen Witz: „Haste mal ´nen Euro?“ – „Nee, haste denn ein Kartenlesegerät?“ ist anzumerken, dass Mensch zumindest für die zunehmende Zahl von Armen und Bettlern passende Münzen zur Hand haben könnte.

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Führerschein- und Zulassungsstelle Biedenkopf führt bargeldlose Bezahlung ein – Änderungen gelten auch für Ausländerbehörde in Biedenkopf

Marburg-Biedenkopf – Die Führerschein- und Zulassungsstelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf stellt ihr Bezahlungssystem am Standort in Biedenkopf ab 1. März vollständig auf bargeldlose Bezahlung um. Diese Änderung gilt außerdem auch für die Ausländerbehörde in Biedenkopf. Am Standort in Marburg sind Dienstleistungen der Führerscheinstelle, Kfz-Zulassungsstelle und Ausländerbehörde weiterhin auch mit Bargeld bezahlbar. 

Die bargeldlosen Zahlungen können mit EC-Karte (Maestro), Visa, Mastercard, V-Pay, UnionPay und Discover erfolgen. Kontaktloses Zahlen mit Smartphone oder Smartwatch ist ebenfalls möglich. 

Mit der Einführung ausschließlich bargeldloser Zahlungsmethoden am Standort in Biedenkopf können die zuständigen Kreis-Behörden den Aufwand bei den Zahlungsvorgängen erheblich reduzieren. So bleibt mehr Zeit für die Bearbeitung der Anliegen sowie Betreuung der Kundinnen und Kunden. Durch die Zentralisierung der Barzahlung am Standort in Marburg werden somit Ressourcen eingespart, die den Bürgerinnen und Bürgern anderweitig zur Verfügung stehen. 

Zudem zeichnet sich ab, dass immer mehr Kundinnen und Kunden die bargeldlose Zahlung bevorzugen, da sie schneller und bequemer ist. Durch die beabsichtige Umstellung trägt der Kreis somit auch den geänderten Zahlungsgewohnheiten Rechnung.
Pressemitteilung 048/2025  20.02.2025

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