AStA Marburg kritisiert Verkauf des Kulturdenkmal Ringlokschuppen

Marburg 24.6.2017 (pm/red) Wir veröffentlichen nachstehend die ausführliche Pressemitteilung des Asta Marburg zum Thema und der Problemlage bei dem seitens des Magistrats betriebenen Verkaufs Kulturdenkmals Ringlokschuppen auf dem Waggonhallengelände.
Statement der Allgemeinen StudentInnenvertretung der Philipps-Universität Marburg …

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Matinee „Lebenszeichen“ zu Leben und Werk von Erwin Piscator

Erwin Piscator und seine Frau Maria Ley-Piscator – eine Matinee am 5. Juni widmet sich ihrem Werk und Leben. Foto Archive, Sammlungen und Bibliotheken der Akademie der Künste, Berlin, Erwin-Piscator-Center

Erwin Piscator und seine Frau Maria Ley-Piscator – eine Matinee am 5. Juni widmet sich ihrem Werk und Leben. Foto Archive, Sammlungen und Bibliotheken der Akademie der Künste, Berlin, Erwin-Piscator-Center

Marburg 2.6.2016 (pm/red) Im Erwin-Piscator-Haus als Marburgs neues kulturelles Herzstück  wird im Rahmen des zweitägigen Eröffnungsfestes am Sonntagvormittag die Möglichkeit geboten den Namensgeber des Gebäudes näher kennenzulernen. Wer war eigentlich Erwin Piscator? Und warum wurde das Kulturzentrum in Marburgs Mitte nach ihm benannt? Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach und das Piscator-Projekt „Lebenszeichen“ laden für Sonntag, 5. Juni – 11 Uhr, in den Saal des Erwin-Piscator-Hauses, auf die große Bühne ein. Präsentiert wird eine ungewöhnliche Matinee zu Piscators Leben und seinen zu revolutionären Theaterinszenierungen. Briefe Piscators geben ebenso wie Szenisches Einblicke in das Leben des großen „Theater-Erfinders“ und Avantgardisten. Eintritt frei.

Vier Gastinszenierungen brachte Erwin Piscator in Marburg auf die Bühne. Plakat Marburger Schauspiel

Vier Gastinszenierungen brachte Erwin Piscator in Marburg auf die Bühne. Plakat Marburger Schauspiel

Die Akteure der Matinee sind Dr. Peter Jung aus Berlin, der nach seiner Lehrtätigkeit an der „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“ zahlreiche Publikationen über Erwin Piscator und Maria Ley-Piscator herausgegeben hat. Darüber hinaus ist er Autor kulturhistorischer Publikationen zur Geschichte Brandenburg-Preußens und hat  biographische Skizzen und Collagen zu Künstlern des 20. Jahrhunderts sowie zu Berliner und Wiener Kabarettisten erstellt. Der zweite Akteur wird Axel Poike sein, der nach dem Schauspielstudium als Regisseur, Schauspieler und Autor in  Berlin lebt und arbeitet. Er hat neben Musicals auch Revuen in Halle, Berlin und Rostock inszeniert.
Auch die Nichte und der Neffe von Erwin Piscator werden zur Wiedereröffnung in Marburg anwesend sein.

Erwin Piscator war in Marburg zur Schule gegangen und hatte in Berlin das Experimentaltheater ausgebaut. Piscator ging 1931 ins Exil und kehrte 1951 nach Deutschland zurück. In Marburg übernahm der spätere Intendant der Volksbühne Berlin als Gastregisseur vier Inszenierungen. Er starb 1966. „Marburg war für den Theaterrevolutionär Ausgangspunkt und Transit“, so der Fachdienst Kultur der Stadt Marburg. Im Jahr seines 50. Todestages wird das Erwin-Piscator-Haus eröffnet und dauerhaft an vier Punkten seine Lebensspuren zeigen.
Im Anschluss an die Matinee werden die Präsentationsflächen zu Piscator im Haus mit einem Sektempfang eröffnet.