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Fahrerlaubnis vom TÜV Hessen für Tour zum Schloss

Die Steigung am Kaffweg bewältigte die Schlossbahn gestern bei der TÜV-Testfahrt in Marburg. Foto Edith Pfingst

Die Steigung am Kaffweg bewältigte die Schlossbahn gestern bei der TÜV-Testfahrt in Marburg. Foto Edith Pfingst

Marburg 140724 (pm/red) ).  Der TÜV Hessen hat der Marburger Schlossbahn am Donnerstag die  Fahrerlaubnis für eine Steigung von bis zu 15 Prozent erteilt. Damit ist der Weg für eine Streckenführung zum Schloss über die obere Calvinstraße und von dort über einen Teil des Sandwegs frei. Vorangegangen waren Anfahr- und Bremstests auf nasser und trockener Strecke, welche das Fahrzeug des Privatbetreibers Brunett mit Bravour bestanden habe, berichtet Regina Linda, Fachbereichsleiterin für Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Marburg. Der TÜV hat das schriftliche Gutachten für nächste Woche in Aussicht gestellt, so dass die Stadt die Streckengenehmigung zum 1. August erteilen kann.

Für Touristen und Bürgerinnen und Bürger
„Gerade für die Gäste unserer Stadt ist es wichtig, dass die Bahn nun auch ihr eigentliches Ziel ansteuern kann“, so Oberbürgermeister Egon Vaupel. Entsprechende Anfragen von Touristen liegen bereits vor. „Die Erwartungshaltung ist groß – täglich werden unsere Mitarbeiterinnen gefragt, wann die Anbindung zum Schloss beginnt“, bekräftigt das Klaus Hövel, Geschäftsführer der Marburg Tourismus und Marketing GmbH (MTM). Oberbürgermeister Vaupel betont zugleich: „Die bequeme Erreichbarkeit des Schlosses als Kulturbaustein und des Parks als Erholungsraum ist aber zugleich auch für unsere Bürgerinnen und Bürger ein zentrales Anliegen.“

Die Fachkräfte der Stadtverwaltung hatten deshalb die Suche nach einer Alternativroute für die Schlossbahn in den vergangenen Wochen intensiv unterstützt, nachdem die ursprünglich von der Betreiberfamilie vorgesehene Route mit über 15 Prozent Steigung nicht genehmigungsfähig war.

Stadt: Probezeit von drei Monaten
Die einzig mögliche und geeignete Strecke über die obere Calvinstraße und den Sandweg soll nun zunächst für eine Probezeit von drei Monaten genehmigt werden. „So können wir nach Ende der Saison im Oktober die Erfahrungen auswerten und dabei selbstverständlich auch die Anwohner einbeziehen“, erklärt Vaupel.  Zudem wird die Stadt  pro Tag zunächst drei Hin- und Rückfahrten  statt der ursprünglich beantragten fünf Touren zulassen.

Die Bahn soll danach einmal vormittags und zweimal nachmittags die Strecke hin und zurück passieren. Mit den Schlossbahnbetreibern sei das bereits besprochen. „Ich denke dies ist ein tragfähiges Vorgehen, mit dem alle Seiten gut leben können“, so Vaupel. Die bestehenden Parkplätze bleiben erhalten.
Auch einen Schleichweg für Fahrzeuge durch den Sandweg werde es mit ihm nicht geben, macht der Oberbürgermeister deutlich. „Der Durchgangsverkehr bleibt draußen“, stellt Vaupel klar. Der bestehende Sperrpfosten wird vom Fahrer der Schlossbahn nur zur Durchfahrt herausgenommen und sofort wieder eingesetzt. Zudem ordnet die Universitätsstadt Marburg mit der Streckengenehmigung für die Zugmaschine zugleich Schrittgeschwindigkeit in der Calvinstraße und im Sandweg an, um Spaziergänger und Kinder zu schützen, wird informiert.
Die Breite der Schlossbahn beträgt 1,90 Meter, informiert die Stadt Marburg zu Fragen des Begegnungsverkehrs auf den weiteren Straßen der Schlossbahnroute, etwa am Rotenberg. Damit liegen die Außenmaße unter denen eines SUVs. Ein Stadtbus ist 2,35 Meter breit, ein Klein-Lkw 2,20 Meter. Die Waggons der Schlossbahn verfügen über eine Vierrad-Steuerung. Sie schwenken nicht aus.

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