„Kassel als junge Großstadt“  – Ein Bildband zeigt die verschwundene Pracht der Nordhessenmetropole

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Grüne fordern Aufklärung Stadtentwicklung an den Afföllerwiesen – Ausverkauf Filetgrundstück an Großinvestor?

Parkplätz mit zwei Säulen und Solarpaneelen darauf

Solarbäume auf dem Parkplatz im Afföller. Foto Rainer Kieselbach.

Marburg 20.03.2019 (pm/red) Mit Unverständnis und irritiert nehmen die Grünen das öffentliche Hin und Her von Oberbürgermeister Spies und Bürgermeister Stötzel sowie der Regierungsparteien in Bezug auf eine Entwicklung der Freiflächen an den Afföllerwiesen, nahe dem Café Trauma und des Theaters (TNT), zur Kenntnis und fordern Aufklärung über die Pläne des Magistrats zur Zukunft dieser herausragenden städtebaulichen Fläche. Sie vermuten, dass möglicherweise ein Großinvestor im Hintergrund Strippen zieht und ein Ausverkauf des Grundstücks und nicht zuletzt städtischer Interessen bevorstehe.

„Aus unserer Sicht sollte dieses zentrale Grundstück dazu dienen, die Marburger Innenstadt und insbesondere die Marbach vom Durchgangsverkehr zu entlasten“, erläutert Fraktionsvorsitzender Dietmar Göttling die Hintergründe des von den Grünen vorgeschlagenen „Verkehrsknoten Nord“ für moderne Mobilität, der auch eine mögliche Anbindung der Pharmastandorte mit einer Seilbahn beinhaltet.

Die Idee von einem Verkehrsknoten Nord wurde zuletzt von Oberbürgermeister Spies mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt, zumal der Oberbürgermeister noch vor 14 Tagen weder bestätigen noch dementieren wollte, dass es bzgl. des Affölerwiesen-Parkplatztes Kontakt mit einem ortsansässigen Großinvestor gäbe.

Mit einem derartigem Verhalten verstärken OB und Bürgermeister die in der Stadt kursierenden Gerüchte, wonach das Gelände versilbert werden soll, anstatt es nachhaltig im Sinne der Stadtgesellschaft zu entwickeln. „Lieber scheint die Große Koalition ein so zentrales Grundstück für ein Rendite-Objekt eines Großinvestors verscherbeln zu wollen als die Entlastung der Innenstadt vom Autoverkehr voranzutreiben“, kritisiert Christian Schmidt, Sprecher des Parteivorstands.

Die Marburger Grünen fordern die sachliche Aufklärung in dieser stadtentwicklungspolitischen Frage und ein klares Bekenntnis der Regierungskoalition aus SPD, CDU und BfM und des Magistrats für eine nachhaltige Entwicklung des Afföllerwiesen-Parkplatzes in städtischer Hand. Fraktionsvorsitzende Dr. Elke Neuwohner fragt: „In welcher Realität befindet sich dieser Oberbürgermeister eigentlich?“

Gerne lädt er internationale Persönlichkeiten wie Greta Thunberg ein, um sich mit ihr für eine von ihm zu keinem Zeitpunkt geleistete, fortschrittliche Klimapolitik zu schmücken.“ „Auf der anderen Seite besteht der Verdacht, dass er Möglichkeiten für entlastende klimaschonende verkehrliche Planungen für die nächsten Generationen lieber durch einen Ausverkauf der letzten größeren innerstädtischen Fläche zu Nichte macht“, so Dr. Neuwohner.

„Der Oberbürgermeister beweist wieder einmal seine Unfähigkeit, sensibel und transparent mit den Ressourcen der Stadt umzugehen,“ so Göttling. „Seine Glaubwürdigkeit wird nach dem Desaster bei der Vergabe des Grundstücks im Stadtwald, sowie dem Vergraulen einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, die 120 Sozialwohnungen bauen wollte, nun mit den undementierten Gerüchten zur Zukunft der Afföllerwiesen weiter beschädigt“, stellte Dr. Neuwohner abschließend fest.

—>Pohl-Erben wollen Marburgs letzte Innenstadt-Fläche kaufen — Magistrat betreibt Verwirrspiel und gibt Fehlauskünftehttps://www.das-marburger.de/2019/03/pohl-erben-wollen-marburgs-letzte-innenstadt-flaeche-kaufen-magistrat-betreibt-verwirrspiel-und-gibt-fehlauskuenfte/