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Hunderte beim Montagsspaziergang in Marburg – Medizinstudenten als Gegendemonstranten offenbaren Wissenslücken

Vom Elisabeth-Blochmann-Platz bewegten sich die Montagsspaziergänger/innen in Marburg Richtung Innenstadt. Foto nn

02.01.2022 (pm/mm/red)  Wie in den letzten Wochen seinen beim Montagsspaziergang am 31. Januar wieder etwa 500 Menschen in Marburg auf der Straße gewesen, um für eine freie Impfentscheidung zu protestieren, wird von der „Bürgerliste Weiterdenken“ in einer Pressemitteilung übermittelt. Die Oberhessische Presse (OP) berichtete dazu: „Rund 1 000 Menschen zogen am Montagabend vom Elisabeth-Blochmann-Platz über die Deutschhaus- und Bahnhofstraße bis zur Elisabethkirche und zurück. Diesmal begleitete die Polizei nach eigenen Angaben rund 740 „Montagspaziergänger“ und rund 300 Demonstrierende, die einem Aufruf der „Kritischen Medizinstudenten Marburg“ gefolgt waren.

Als Teilnehmer erklärte Gabriel Schnizler, warum er an diesem Spaziergang dabei war: „Ich will keine ‚Neue Normalität‘, in der Menschen ganz ‚selbstverständlich‘ nur noch Zugang zum öffentlichen Leben habe, wenn sie sich erpressen lassen. Niemand sollte Informationen über sich preis geben müssen, die höchst intim und privat sind und dem Arzt-Patientengeheimnis unterliegen, nur um sein Recht auf Bildung, die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Freizeitveranstaltungen

„Fachbereich Medizin sollte Ausbildung überprüfen!“

Eine Gruppe von etwa 100 Gegendemonstranten traf sich auch am Elisabeth-Blochmann-Platz und folgte dann den Spaziergängern, um sich jeweils am Straßenrand für ihre Meinungskundgabe zu postieren. Manche waren schwarz vermummt, andere trugen weiße Kittel, um sich als Studierende der Medizin zu präsentieren. Mehrmals gaben die Weißkittel im Stile von Hooligan- Sprechgesängen medizinische Ratschläge: „Lasst Euch impfen!“ riefen sie den Demonstranten entgegen.

Der Montagsspaziergang in Marburg wird wie in mehr als 2000 weiteren Ortschaften und Städten in Deutschland allmählich zu einer festen Einrichtung. Hier der Demonstrationszug nahe der Wiedenhäuser Brücke am 31. Januar. Foto nn

Erschreckende Wissenslücken bei Marburger Medizinstudenten?

„Ich finde es erschreckend, dass diese Studierenden offenbar nicht gelernt haben, dass die eventuelle Indikation für ein Arzneimittel erst nach ausführlicher Anamnese und Befundsichtung individuell gestellt werden sollte. Dies gilt erst recht bei einem nicht regulär zugelassenen Medikament, das noch dazu meist gesunden Menschen verabreicht werden soll. Ich fordere den Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg daher auf, die Lehrpläne für das Medizinstudium dahingehend zu überprüfen.“ forderte Dr. Frank Michler von der „Bürgerliste Weiterdenken“ nach dem Montagsspaziergang.

Die Polizei habe erstaunlicherweise deutlich höhere Zahlen von Demonstrationsteilnehmern angegeben. „Gegenüber der Presse hat sie Zahlen von 740 Spaziergängern und 300 Gegendemonstranten genannt“ wird in der Pressemiteilung der „Bürgerliste Weiterdenken“ angemerkt. Dass in in Mittelhessen 4.500 Menschen unterwegs gewesen seien, wird von der OP berichtet. „In den vier mittelhessischen Landkreisen (Gießen, Wetterau, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill) fanden am Montagabend 24 Veranstaltungen im Kontext der Kritik an den Corona-Maßnahmen statt.“ Die Polizei gehe von insgesamt ungefähr 3.500 Teilnehmenden aus. Bei den 11 Gegenveranstaltungen habe die Teilnehmerzahl rund 1.000 betragen, wird gemeldet.

 

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