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Netzwerk gegen Lichtverschmutzung: Energieeinsparung durch Abschaltung überflüssiger Lichtquellen

Eine tödliche Falle für Insekten sind LED-Strassenlaternen, die die Tiere orientierungslos machen und ausserdem energierelevant sind, da auch LEDs noch immer zu viel Energie in Wärme umwandeln und somit nicht klimaneutral sind. Langzeitbelichtung Foto Carl Herzog

28.07.2022 (pm/red) Insektensterben, Artenschutz, Energieverschwendung, Verlust des Sternenhimmels, Schlaflosigkeit – wegen Lichtverschmutzung. Angesichts stark gsteigender Energiepreise erwägen inzwischen viele Kommunen und Gewerbebetriebe derzeit die Reduzierung oder Abschaltung von Straßen-, Parkplatz- und Gebäudebeleuchtung. Diese Maßnahmen werden vom hessischen Netzwerk gegen Lichtverschmutzung begrüßt und unterstützt.

Künstliches Licht ist je nach Art, Dauer und Ausmaß eine schädliche Umwelteinwirkung im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes, die es grundsätzlich gering zu halten gelte, teilt das Netzwerk mit.  Zudem sei der Einsatz von künstlichem Licht in der Nacht mit schwerwiegenden Störungen des biologischen Rhythmus aller Arten verbunden.

Insektenrückgang wegen Kunstlicht

Wildlebende Tiere, ob tag- oder nachtaktiv, können sich dem Einfluss von Kunstlicht kaum entziehen und verlieren nicht nur Lebensräume, sondern verändern auch Verhaltensweisen. Insbesondere ist der nächtliche Kunstlichteinsatz eine Hauptursache des Insektenrückgangs, weshalb im letzten Sommer mit dem Beschluss des Gesetztes zum Schutz der Insektenvielfalt (3. Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes) explizit die Eindämmung der Lichtverschmutzung eingefordert wurde.

Straßenbeleuchtung nachts abschalten

Vor dem Hintergrund, dass es in Hessen keine generelle Beleuchtungspflicht gibt und Kommunen wie u.a. Stauffenberg, Ebersburg, Buseck bereits seit vielen Jahren problemlos die Straßenbeleuchtung nachts abschalten und in Frankreich sogar 1/3 aller Kommunen, fordert das hess. Netzwerk gegen Lichtverschmutzung Kommunen auf, es ihnen gleichzutun.

Auch Industrie, Gewerbe und Bürger sollten ihren Beitrag für Energieeinsparung und Artenschutz leisten und überflüssiges Licht abschalten. Das gilt auch für Parkplätze von Supermärkten oder Fassadenbeleuchtungen von (öffentlichen) Gebäuden und auch Kirchtürmen. Hier wären Einsparungen leicht umsetzbar.

Ein guter Indikator für Lichtverschmutzung und somit übermäßige Kunstlichterzeugung und Energieverschwendung ist die Sichtbarkeit der Sterne am Nachthimmels. Je mehr Sterne am Himmel sichtbar werden, desto mehr Energie für Beleuchtung wurde eingespart. Ein schöner Sternenhimmel bietet zudem Lebensqualität. Weitere Informationen auf der Webseite des Netzwerks.

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