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„Lasst uns für den Frieden eintreten, Schande über die Friedensverweigerer“ – Einladung zum 7. Marburger Friedensforum

24.08.2023 (pm/red) Am 1. September erinnern Gewerkschaften, Friedensorganisationen, Bildungseinrichtungen und Kirchen an den 1. Septwmvwe 1939, den Tag des Überfalls von Hitlerdeutschland auf Polen. Der dann folgende Zweite Weltkrieg hat mehr als 60 Millionen Menschen das Leben gekostet, darunter allein mehr als 27 Millionen Tote unter den Völkern der ehemaligen Sowjetunion. Vor dem Hintergrund dieser mörderischen Geschichte hatte Willy Brandt in seiner Rede anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises völlig Recht, als er sagte: „Krieg ist nicht mehr die ultima ratio, sondern die ultima irratio.“

Aus dieser Erkenntnis heraus veranstaltet das Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“ alljährlich am Sonntag nach dem 1. September das „Marburger Friedensforum“, um in Marburg  möglichst viele Menschen, die das Thema „Frieden in der Welt“ bewegt, zusammenzubringen. In lockerer Atmosphäre, bei Kaffee, Kuchen und Musik sollen die Menschen und Initiativen miteinander ins Gespräch kommen. Der Sozialethiker Prof. em. Franz Segbers wird dieses Jahr den Hauptvortrag halten. Die Überschrift „Lasst uns für den Frieden eintreten, Schande über die Friedensverweigerer“ greift ein Zitat des ukrainischen Friedensaktivisten und Pazifist Yurii Sheliazhenko von Juni 2023 auf.

Dieser wird derzeit  beschuldigt, das Verbrechen „Rechtfertigung der russischen Aggression“ begangen zu haben. Der ukrainische Geheimdienstmachte am 3. August 2023 eine Hausdurchsuchung bei ihm und beschlagnahmte Computer und Mobiltelefon. Mehrere pazifistische Organisation haben deshalb eine Solidaritätserklärung für ihn veröffentlicht.

Franz Segbers knüpft an den ukrainischen Appell, sowie  Initiativen des Globalen Südens etwa aus Brasilien, Indien und Südafrika nach Waffenstillstand und Friedensverhandlungen an. Er verwahrt sich, wie es der brasilianische Präsident Lula kürzlich formulierte, gegen die „Mode unter den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates, in andere Länder einzufallen“ wie die USA in den Irak, Frankreich und Großbritannien in Libyen und jetzt Russland in die Ukraine.“

So kann und darf es angesichts von Tod, Leid und Zerstörung nicht weitergehen. Während Milliardensummen in Rüstung, Krieg und Zerstörung verpulvert werden, leiden weltweit 800 Millionen Menschen an Hunger und alle vier Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. Auch hierzulande wird die Rechnung für die Kriegskosten präsentiert: Kürzungen bei der Kindergrundsicherung, bei der Bildung (z. B. Beim BAföG), bei der Pflege

Zum 7. Marburger Friedensforum rufen auf: Arbeitskreis Marburger Wissenschaftler für Friedens- und Konfliktforschung, attac Marburg,  DFG/VK,  DGB-Kreis Marburg-Biedenkopf,  GEW Marburg-Biedenkopf, DIE LINKE.

7. Marburger Friedensforum Sonntag, 3. September 23, 15  – 18 Uhr

Kirchhof der Lutherischen Pfarrkirche, Lutherischer Kirchhof 1, Marburg
Redner: Prof. em. Franz Segbers, SozialethikerIslamische Gemeinde Marburg –- Kulturhorizonte e.V. –- Marburger Forum – Fördergemeinschaft Friedensarbeit –- NaturFreunde Marburg –- Ökumenisches Friedensgebet — SDS — VVN-BdA

Programm
Organisationen und Initiativen mit Info-Ständen: Micha-Initiative, NaturFreunde Marburg, Ökumenisches Friedensgebet, Parents4future, Pax Christi, VVN-BdA, Bündnis „Nein zum Krieg!“
14.30 Uhr:  Musik: Allna-Toura mit Dunja Hilgenberg und Band
15.00 Uhr: Eröffnung und Moderation: Ortwin Schäfer
Begrüßung: Pfarrer Ulrich Biskamp
Grußworte
Musik von Allna-Toura
16.00 Uhr: Franz Segbers: „Lasst uns für den Frieden eintreten –Schande über die Friedensverweigerer!“
Vortrag mit anschließender Diskussion
17.45 Uhr: Ausklang mit Allna-Toura und Friedensgebet mit Pfarrer Ulrich Biskamp

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