AStA Marburg kritisiert Verkauf des Kulturdenkmal Ringlokschuppen

Marburg 24.6.2017 (pm/red) Wir veröffentlichen nachstehend die ausführliche Pressemitteilung des Asta Marburg zum Thema und der Problemlage bei dem seitens des Magistrats betriebenen Verkaufs Kulturdenkmals Ringlokschuppen auf dem Waggonhallengelände.
Statement der Allgemeinen StudentInnenvertretung der Philipps-Universität Marburg …

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Erwin-Piscator-Haus wird am 4. Juni eröffnet

Erwin-Piscator-Haus dbas0412_0002Marburg 13.4.2016 (yb) Eine Großbaustelle und der Investitionsschwerpunkt der Stadt Marburg steht kurz vor der Vollendung. Das Erwin-Piscator-Haus soll am Wochenende 4./5. Juni 2016 nach rund drei Jahren Umbauten und Erweiterung wiedereröffnet werden. Damit debütiert ein großzügiges Kultur- und Tagungszentrum in der Biegenstraße und vollendet eine Kulturmeile innerhalb Marburgs zwischen Kunstverein, Kinocenter, Kunstmuseum und Volkshochschule vis à vis zum zentralen Hörsaalgebäude, zu dem so etwas wie ein zentraler Stadtplatz gerade gestaltet wird.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies sowie Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach informierten am Dienstag im neuen Erwin-Piscator-Haus über die Eröffnung und die herausragende Bedeutung des neuen Zentrums in Marburgs Mitte. „In einer Reihe mit Museum, Kino, Wissenschaft und Kunsthalle findet im Erwin-Piscator-Haus lebendige Gegenwartskultur einen hervorragenden Ort“, erklärte Spies. „Wir freuen uns auf ein offenes Haus, in dem schon in wenigen Wochen das Theater lebt, anregt, provoziert, die Musik den Saal durchdringt und alle zukünftigen Nutzer ein hoch spannendes Programm gestalten“, so Marburgs Oberbürgermeister.

Unter silbrig spiegelnden Edelstahlrauten in der Dachzone wurde ein multifunktionaler Gebäudekomplex geschaffen, der mit großzügiger und lichtdurchflutete Architektur für Nutzungsvielfalt ausgelegt ist: der große Saal (980 Plätze), die zwei Säle des Kulturladens KFZ (300 Sitzplätze, 600 Stehplätze), Foyerflächen über vier Etagen mit drei Tagungs- und Aktionsräumen (für 80/100/160 Personen). Zur Savignystraße liegt die neue Tourist-Information mit Büros der Marburg Stadt und Land Touristik GmbH (MSLT). Im Erdgeschoss eröffnet das Restaurant „bottega“ mit Außenterrasse. Dazu gehören Büros und Werkstätten des Fachdienstes der Stadt sowie Theaterkasse und Werkstätten des Hessischen Landestheaters Marburg. Integriert sind nunmehr zehn Klassenräume der angrenzenden Martin-Luther-Schule. Wie die Stadt informiert, sei eine maximal mögliche Personenzahl im Gesamtgebäude mit 3.600 Personen möglich.

Den Eröffnungstag am 4. Juni wollen die Nutzer des Hauses gemeinsam gestalten: nach offiziellem Eröffnungsempfang am Samstagvormittag können Interessierte am Samstag ab 13 Uhr und am Sonntag ab vormittags „Open House“ das neue Gebäude erlaufen und erleben. Tanzperformance in den großen Foyers, Kinderkonzert im KFZ-Saal, Präsentationen in der Tourist-Information und der Theaterkasse, Blicke hinter die Kulissen, gastronomische Angebote oder musikalische Klänge aus dem Schulflur der Martin-Luther-Schule gehören zum Eröffnungsprogramm, teilte Fachdienstleiterin Tine Faber mit. Am Sonntag wird im Rahmen einer Matinee eine Ausstellung zum Leben und Wirken des Theaterrevolutionärs Erwin Piscator eröffnet, dessen 50. Todestag in diesem Jahr gewesen ist.

Bis dahin geht es um Endarbeiten, Fertigstellungen und Inbetriebnahmen umfangreicher haustechnischer Installationen, dazu kommen zahlreiche Möbellieferungen. Im April und Mai nehmen die künftigen Nutzer ihre jeweiligen Gebäudeabschnitte in Betrieb.

Nach der Eröffnung werden die Foyerflächen und das Restaurant täglich ganztags von 9 bis 23 Uhr geöffnet sein. In den Sommermonaten laden die Dachterrasse mit Blick auf die Oberstadt und der Tiefhof des KFZ unter freiem Himmel zum Verweilen ein, womit mitten in Marburg ein neues vor allem öffentliches Haus geschaffen ist. Seinen neuen innerstädtischen Standort bezieht das KFZ in Nachbarschaft des Universitätsmuseums in der untersten Etage. Dem Kulturladen sei es inhaltliches Anliegen, Stadt, Wissenschaft und Kultur stärker zu verknüpfen, vorhandene universitäre Projekte aufzugreifen, Räume zu bieten und neue Projekte mit der Universität und den Nutzern des Erwin-Piscator-Hauses zu entwickeln, teilte Gero Braach mit.

—>Erwin-Piscator-Haus mit zweitägiger Eröffnungsfeier in Betrieb genommen