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Streitgespräch über CETA zwischen Katharina Nocun und Thorsten Schäfer-Gümbel

Marburg 21.10.2016 (pm/red)Das Für und Wider des Freihandelsabkommens “ CETA“ möchte die Humanistische Union Marburg (HU) am Mittwoch, 26. Oktober ab 19.30 Uhr, im Stadtverordnetensitzungssaal an der Barfüßerstraße öffentlich zur Diskussion stellen. Das Streitgespräch mit Publikumsrunde werden der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel als Befürworter einer Zustimmung zu CETA und die ehemalige Piraten-Bundesgeschäftsführerin Katharina Nocun als Kritikerin der Freihandelsabkommen CETA und TTIP führen.

„Die Globalisierung gestalten“ möchte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Aus diesem Grund hat auch der Parteikonvent der SPD am 19. September in Berlin trotz erheblicher Bedenken auch vieler SozialdemokratInnen dem Freihandelsabkommen „CETA“ zugestimmt.

In dem Vertrag zwischen der Europäischen Union (EU) und Kanada sehen viele „den kleineren Bruder“ der „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP) zwischen der EU und den vereinigten Staaten von Amerika (USA). Zwar enthält der vorliegende Vertragstext des „Comprehensive Economic and Trade Agreement“ (CETA) nicht die umstrittenen privaten Schiedsgerichte, doch sehen Kritiker auch in CETA eine Gefahr für Sozial- und Umweltstandards, Kultur und Demokratie.

Eine zweite Veranstaltung mit Katharina Nocun findet gleich am Donnerstag, 27. Oktober um 11 Uhr, im Käte-Dinnebier-Saal des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) statt. Thema wird dabei die sogenannte „Alternative
für Deutschland“ (AfD) sein. Deren Parteiprogramm hat Katharina Nocun einer genaueren Analyse unterzogen.
Das Ergebnis könnte sogar mögliche Wählerinnen und Wähler der rechtspopulistischen Partei überraschen.

Nach dem Befund von „Kattascha“ ist die Partei frauenfeindlich, rassistisch und rechtsextremistisch. Viele Forderungen der Parteiprogramme richten sich interessanterweise sogar gegen die Interessen derjenigen, die einen Großteil der AfD-Wählerschaft stellen. Letztlich bedient die populistische Protestpartei dumpfe Ressentiments abseits jeglicher Fakten.

In einem offenen Gespräch mit Interessierten möchten die Referentin und die Humanistische Union Marburg darüber nachdenken, wie man im Zeitalter der „Postfaktischen Politik“ mit Erscheinungen wie der AfD, ihren VertreterInnen sowie ihrer Wählerschaft umgehen sollte. Die Matinee findet am Donnerstag (27. Oktober) ab 11 Uhr im Käte-Dinnebier-Saal des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) statt.