Dokumentarfilm: Der lange Abschied von der Kohle

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Am 100. Todestag Gedenken an Emil von Behring

Der Bürgerverein Marbach überreicht einen Blumenstrauß an der Gedenktafel von Emil von Behring im Bürgerhaus Marbach: Heinz Muth, links, Irmgard Sedlacek, Andreas Lauer, Manfred Keller und Daniel Grosse. Foto Bernd Duve-Papendorf

Marburg 31.3.2017 (pm/red) Am 100. Todestag von Emil von Behring erinnerte der Bürgerverein Marbach im Bürgerhaus Marbach an der Gedenktafel zu Ehren Behrings Freitag 31. März 2017 an das Wirken des Nobelpreisträgers. Am heutigen Freitag gedenken die wissenschaftliche Welt, die Behring-Nachfolgefirmen, die Universität und die Stadt des 100. Todestags des Nobelpreisträgers Emil von Behring, der hier im Alter von 63 Jahren verstorben ist.

Durch sein Wirken als Militärarzt und Assistent Robert Kochs an der Berliner Charité hat er die Bekämpfung von Infektionskrankheiten revolutioniert. In Marburg setzte er seine Forschungen fort und kaufte Gelände, wo er Pferde zur Serumgewinnung hielt. Mit dem Geld des Nobelpreises (208.000 Goldfranken) erwarb er in der Marbach den Schneiderschen Gutshof mit umfangreichen Ländereien. Das 1904 gegründete Behringwerk wurde 1914 zur GmbH erweitert und 1920 zur Aktiengesellschaft.

Sein Wirken stand in engem Zusammenwirken mit Stadt, Universität und Gutsverwaltung. Seit der Eingemeindung Marbachs 1974 zählt das Behringwerk neben der Universität zum größten Arbeitgeber der Stadt.

In den Nachrufen zu seinem Tod wurde Behring im In- und Ausland als der größte Wohltäter der Menschheit gewürdigt. Max von Gruber schreibt in seiner Gedenkrede: „Nur ein Mann von seltener Tüchtigkeit und Ausdauer konnte diese Leistung vollbringen“. Auch noch heute braucht die Menschheit Ärzte wie Emil von Behring. Ohne ihn wäre die Entwicklung und hohe Lebensqualität von Stadt und Universität nicht möglich gewesen.