Marburg 20.11.2018 Gastbeitrag von Götz Eisenberg Samstags gehe ich auf den Wochenmarkt. Wenn ich das nicht tue, bin ich entweder krank oder nicht in Gießen. Neulich hatte ich an einem meiner Lieblingsstände Brot und Eier …

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Tag der Pflege- und Gesundheitsberufe an den Kaufmännischen Schulen

Norbert Mauer vom Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben mit den angehenden Pflegekräften (v.l.n.re.) Nico Schäfer, Anne Merte und Marie-Christin Brühl. Foto nn

Über 180 Schüler der beruflichen Schulen in Stadt und Landkreis sowie Schüler aus benachbarten Schulen informierten sich in der Aula der Kaufmännischen Schulen Marburg (KSM) aus erster Hand über den vielfältigen Berufsalltag in den pflegenden Berufen. Drei Auszubildende der Altenpflegeschule der AWO berichteten über ihre Suche nach dem passenden Beruf und erzählten, wie viel sie von den alten Menschen lernen können.

Nico Schäfer hat zunächst mehrere Praktika im handwerklichen Bereich gemacht. „Aber das Richtige war nicht dabei“, so Schäfer. Dann gab ihm seine Cousine den Tipp, ein Praktikum im Altenheim zu machen. „Ja, und da habe ich mich sofort wohlgefühlt“, sagt Schäfer, der inzwischen im dritten Ausbildungsjahr ist. Anne Merte und Marie-Christin Brühl haben zuerst die einjährige Ausbildung zu Pflegehelferinnen absolviert und schließen jetzt die Ausbildung zum examinierten Altenpfleger an. Auch sie sind froh über ihre Berufswahl.

„Wir sind dazu da, den Alltag von Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt schön zu machen“, sagt Brühl. Auch Merte schätzt an ihrem Beruf den Kontakt zu Menschen und dass jeder Tag anders ist. Ein großer Vorteil sei auch, dass man die Ausbildung in Teilzeit absolvieren kann. So haben auch junge Mütter die Chance, Ausbildung und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen.

Nach der interessanten Einführung mit einem Film und der Chance, echte Auszubildende zu fragen, konnten sich die Besucher an zehn Ständen ausführlich informieren. Außer der DRK Schwesternschaft, dem Haus Rauschenberg und der Altenpflegeschule der AWO stellten die AOK, die Diakonie und Volunta e.V. sowie die Agentur für Arbeit ihre Angebote vor. Sie reichen vom Dualen Studium Krankenkassenmanagement in Fulda bis zum Freiwilligen Sozialen Jahr.

Die Elisabeth-von-Thüringen Akademie für Gesundheitsberufe informierte über die Ausbildungen in der Krankenpflege und der Geburtshilfe sowie der operationstechnischen Assistenz. Ebenfalls mit viel Anschauungsmaterial vor Ort waren die Schule für Medizinisch-technische Assistenz und die Rudolf-Klapp-Schule für Physiotherapie.

Der Tag der Pflege- und Gesundheitsberufe fand zum zweiten Mal an den Kaufmännischen Schulen statt. Initiiert wurde die Veranstaltung im Rahmen der Landesinitiative „Pflege in Hessen integriert.“ Die Moderation übernahmen Norbert Mauer und Jochen Weimer vom Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben. Aus einem ursprünglich auf Migranten zielenden Angebot entwickelten die Abteilungsleiterinnen Angelika Fresenborg und Dr. Brigitte Seefeld-Schmidt in Kooperation mit den Institutionen in Stadt und Landkreis ein attraktives Angebot für Schüler aller Schulformen, die sich Menschen heilend und pflegend zuwenden möchten.

In der Feedbackrunde am Schluss der Veranstaltung zeigten sich alle Aussteller sehr zufrieden mit der Resonanz bei den potenziellen Auszubildenden. Christiane Kempf von der DRK-Schwesternschaft hat die Veranstaltung mit organisiert. Die Besucherauswahl war sehr gut, so Kempf. Dadurch gab es intensive Beratungsgespräche. Dies bestätigten alle Aussteller. Sie gehen mit viel Schwung und guten Ideen zur Weiterentwicklung des Formats ins nächste Schuljahr. Dann wandert der Organisationshut zur Käthe-Kollwitz-Schule.