Einsamkeit im Alter: Eine Bratwurst beim Stadtfest mitzuessen, wäre schon schön gewesen

Marburg 15.07.2019 (pm/red) „Wir haben Dich nicht gefragt, ob Du zum Stadtfest mitkommen willst, es ist doch zu beschwerlich für Dich“. Es stimmt, denkt die angesprochene, ältere und behinderte Person. Es wäre zu beschwerlich, aber …

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Gestaltung Umfeld Elisabethkirche

Marburg 6.8.2010 (yb) Die Gestaltung des Umfeldes der Elisabethkirche schreitet voran.
Ein 3. Bauabschnitt wird vor Weihnachten umgesetzt. Er umschließt die Fläche nördlich der Kirche zwischen dem Kiosk und Deutschordenshaus.

Am 2. August sind die Arbeiten gestartet. Bereits in 2009 wurde diese Fläche zur archäologischen Untersuchung aufgegraben und kartiert.

Einbettung in Stadtraum

Der jetzt anstehende Bauabschnitt hat eine Größe von 1700 Quadratmetern. Bei den Arbeiten wird, wie Bürgermeister Franz Kahle erläuterte, die bereits auf der Süd- und Westseite begonnene Gestaltung der Umfeldes der Elisabethkirche fortgesetzt. Das gesamte Umfeld der Kirche wird als Platz begriffen und zugleich in den umgebenden Stadtraum eingebettet.

Pfarrer Ralf Hartmann erläutert die Freiflächengestaltung beim Ortstermin mit Bürgermeister Franz Kahle, Rüdiger Halbach Fachdienst Tiefbau und Claudia Schmedes vom Sanierungsbüro der Stadt Marburg

Hochwertiger Sandstein

Die Flächen werden wieder mit indischem Sandstein gepflastert.  Darin gibt es als begrünte Zone eine 200 Quadratmeter große erhöht angelegte Rasenfläche. An deren Ränder werden Sitzgelegenheiten geschaffen.
Zwei große Bäume, ein Ahorn und eine Eiche, bleiben erhalten. Sie werden mit bepflanzten Grünflächen umgeben.
 Dazu kommt die Anpflanzung von zwei neuen Bäumen. Ausgewählt ist eine Eiche in einer Baumscheibe.  Dazu eine Magnolie, die wird auf dem Rasenpodest stehen.

Auf der Nordseite soll das Areal durch eine  Heckenanpflanzung eingefasst werden. Damit soll der Kirchenplatz gegen die angrenzende profane Schlichtbebauung ein Stück weit abgeschirmt werden.

Weiterführung der Platzgestaltung auf die Nordseite Fotos Hartwig Bambey

Spuren historischer Bebaung

Die Fläche des jetzigen Bauabschnittes wurde in 2009 fast vollständig archäologisch untersucht. Dabei sind in Bodenfunde und  Spuren zum Konradsbau und zur Firmaneikapelle gesichert und kartiert worden. Dies wird für Gestaltung aufgegriffen. Grundrisse historischer Bebauung sollen in der Pflasterung  sichtbar werden.

blühender Rosenbusch am Kirchenschiff

Drei Rosenbüsche sind am Kirchenschiff auf der Südseite inzwischen angepflanzt

Rechtzeitig zumWeihnachtsmarkt

Für  Tiefbau, Landschaftsbau und Metallarbeit werden  480.000 Euro aufgebracht. 
Die Kosten des Abschnitts mit archäologischer Grabung, Beleuchtung und Ausstattung betragen rund 750.000 Euro. 
Zur Fertigstellung ist die erste Novemberhälfte 2010 festgelegt.  So findet der nächste Weihnachtsmarkt auf festem Grund statt.

Modell Kirche und Bauwerke Umgebung

Ein Modell der Elisabethkirche vermittelt Überblick und Orientierung mittels Tastsinn, dazu Information in Braille-Schrift.

Besuchermagnet Elisabethkirche

Rund 100.000 Besucher lockt die Elisabethkirche im Laufe eines Jahres an. 
Auch das Umfeld des Kirchenbauwerkes wird für kirchliche Veranstaltungen genutzt. Dazu zählen ein Diakonie-Markt, Pilgerfest und die Pilger-Aussendung. Die begonnene Umgestaltung, Nutzung der recht weitläufigen Freiflächen regelt ein Vertrag zwischen Kirche und Stadt. Dazu gehört die Finanzierung. Insgesamt werden dafür 3,8 Millionen Euro ausgegeben. Eine Menge Steine für die Steine also. Diese Neugestaltung um Marburgs E-Kirche ist zugleich der größte Brocken im Rahmen des förmlichen Sanierungsgebietes Nordstadt, auf dessen anderer Seite der Bahnhof liegt.

Neugestaltung als Rekonstruktion

Das bereits sichtbare Ergebnis überzeugt und beeindruckt. Für Touristen, Passanten und Einheimische ist die Gestaltung stimmig erlebbar. Diskussionen um Ästhetik und Material, samt der Problematik von Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen, sind davon nicht diskreditiert.

Mann schneidet Sandsein mit Maschine

Thomas Strerath gegen Staub, Dreck und Lärm verhüllt beim Schneiden massiver Sandsteine zur Randeinfassung der Flächen

Mit den Materialien und der Platzgestaltung wird historisch angeknüpft. Früher waren die Flächen gepflastert. Mussten es sein, um genutzt werden zu können. Pfarrer Ralf Hartmann veranschaulichte das mit alten Fotografien vom Kirchenumfeld.

Die Baustelle ist eingerichtet. Trotz Maschineneinsatz bleibt viel anstrengende körperliche Arbeit, bestätigt Polier Hans Michel von der bauausführenden Firma Herzog. Hundstage wünsche sich keiner zurück. Die Arbeit reicht.