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KreisJobCenter IHK und C+P gegen Facharbeitermangel

Marburg-Biedenkopf 24.8.2010 (pm/red) Facharbeitermangel in der Metall- und Elektroindustrie gerät in den Fokus. Im Hinterland gibt es eine Zahl von Betrieben, die in Zukunft qualifiziertes Personal brauchen. Junge Menschen konzentrieren sich bei der Suche nach Ausbildungsplätzen auf wenige Berufsfelder. Sie würden oft die Chancen, die eine Berufsausbildung im gewerblich-technischen Bereich bieten könne, verkennen. Dies jedenfalls meinen Vertreter der IHK Lahn-Dill.  Zudem würde manch einer sich eine Ausbildung im technischen Bereich nicht zutrauen.

Zugang durch Training schaffen

Um den Jugendlichen die Scheu zu nehmen, braucht es praktische Erfahrung. Zu diesem Schluss kamen Dr. Gerd Hackenberg von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lahn-Dill, Bernd Feige, Geschäftsführer der C+P Bildung GmbH in Breidenbach und die Leiterin des KreisJobCenters (KJC) Andrea Martin bei einem Treffen zu Beginn des Jahres. Gemeinsam konzipierten sie ein zweiwöchiges Training für Jugendliche. Training eben für Ausbildungsbewerber oder solche, die es im nächsten Jahr mit Beendigung der Schule werden.

Gerd Hackenberg IHK-Lahn-Dill, ganz links, Kreisbeigeordneter Karsten McGovern und die erfolgreichen Teilnehmer des Qualifizierungslehrganges mit Bernd Feige, Geschäftsführer c+p Bildungs GmbH (Foto: Landkreis)

Dieser Test fand mit fünf Jugendlichen seinen Abschluss. In Verbindung intensiven Bewerbungstrainings mit berufskundlicher Qualifizierung und Praxiselementen konnten die Teilnehmer in den Metallbereich hineinschnuppern. Jugendlichen wurden Inhalte und Tätigkeitsfelder verschiedener Berufe dargestellt. Zur Hebung der Bewerbungsaussichten  wurde auch Stützunterricht in Mathematik geboten. Inhalt des Bewerbungstrainings waren auch im Vorstellungsgespräch geforderte gute Umgangsformen.

Unterstützung bei der Suche

Am Ende war die C+P Bildung GmbH bei der Suche einer Ausbildungsstelle oder Qualifizierungsmaßnahme/Umschulung behilflich. Für zwei Teilnehmer dieses Lehrganges konnte kurzfristig ein Vorstellungsgespräch vereinbart werden. Ein Teilnehmer wird eine Umschulung im Bereich der Metallberufe absolvieren. Die beiden Teilnehmer, die im nächsten Jahr die Schule verlassen, können sich vorbereitet auf die Suche nach Ausbildungsplatz begeben.

Es sei Aufgabe Betriebe der Region in Zeiten sich abzeichnenden Facharbeitermangels bei Personalgewinnung zu unterstützen, erklärte Erster Kreisbeigeordnete Karsten McGovern. Wenn es gelänge Jugendliche, die sich für zukunftsträchtige Berufsbereiche nicht interessierten, durch praktische Erfahrungen umzustimmen, sei das Ziel erreicht.

Jugendliche sind motiviert

„Wir haben die Jugendlichen sehr motiviert erlebt. Die Qualifizierung in kleinen Gruppen ist wesentlich einfacher. Fähigkeiten und Neigungen können herausgefunden werden“ sagte Bernd Feige, Geschäftsführer der C& P Bildung GmbH.
Gerd Hackenberg, Leiter Aus- und Weiterbildung IHK Lahn-Dill, brachte es auf den Punkt. „Der Fachkräftemangel in technischen Berufen rückt in den Vordergrund. Dies wird sich in den nächsten Jahren zuspitzen. Abgänger von Haupt- und Realschulen werden daher in Zukunft kaum Schwierigkeiten haben, eine Lehrstelle zu bekommen.  Wir werden in Zukunft  darauf angewiesen sein, dass alle jungen Leuten eine Berufsausbildung durchlaufen.“