„Kassel als junge Großstadt“  – Ein Bildband zeigt die verschwundene Pracht der Nordhessenmetropole

Kassel 01.12.2019 (yb) Von Kassel ist allgemeinhin bekannt, dass die Stadt zum größten Teil in Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist. Im Oktober 1943 wurden die umfangreich vorhandenen Anlagen der Rüstungs- und Kriegsindustrie in Kassel Ziel …

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Papierschnitte und Holzskulpturen im Kunstverein

Marburg 20.8.2010 (pm/red) Vom 20. August bis 7. Oktober läuft die Ausstellung mit Arbeiten von Annette Schröter und Klaus Hack in der Marburger Kunsthalle. Die Malerin aus Leipziger präsentiert Papierschnitte.

Holzskulpturen und Arbeiten auf Papier gibt es von Klaus Hack. Die beiden Künstler haben vor 10 Jahren beim Kunstverein ausgestellt. Damit wird ein Blick auf die Entwicklung und das Werk eröffnet.

Die vom filigranen, biedermeierlichen Scherenschnitt herkommende zeitgenössische Form der ‚geschnittenen Bilder‘ bei Annette Schröter entfernt sich inhaltlich und formal weit von tradierten Wurzeln. Verbindendes Element aller Arbeiten ist zunächst die Faszination Schröters für das Lineare und Ornamentale. Mit ihren Motiven verweist sie auf Bildgut, mit dem sie sozialisiert wurde, und begleitet mit dem Cutter gesellschaftliche und architekturielle Veränderungen ihrer Umgebungswelt. Industriebrachen, Abrisshäuser, Graffiti, Firmenlogos verknüpft sie großformatig bildwürdig miteinander.

„Man könnte diese Wesen als Wächterfiguren beschreiben, wozu auch ihre Größe beiträgt.

Nicht Aktivität und Mobilität, sondern allein Präsenz, pure Existenz, kraftvolle, zeitlose Würde, ist ihnen eigen.

Jede Figur ist eine Komposit – Gestalt, gebildet aus übereinander geschichteten und miteinander verbundenen plastischen Elementen, die, vergleichbar in der Idee ihrer Anlage, in ähnlicher Ausformung in mehreren Werken Verwendung finden.

Wichtig bei diesem Formungsprozess ist Klaus Hack die Auflösung von plastischen Gleichwertigkeiten, die Konfrontation unterschiedlicher Werte“

(Thomas Brand in: Klaus Hack „Schatten fangen“, 2003)