Startschuss für Interimsspielstätte des Staatstheaters Kassel

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300 Jahre Gartenbaukunst im Haus der Romantik

Eine künstliche Ruine gehört zur Gestaltung der Anlage des Staatsparks Wilhelmsbad, hier auf dem Gemälde von A.V.Tischbein aus 1785.

Marburg 21.6.2012 (yb) Das Thema Garten ist landauf landab angesagt. Dem Thema Gartenbaukunst widmet sich eine Ausstellung im Marburger Haus der Romantik, die bis zum 28. Oktober gezeigt wird. Unter dem Titel ‚Orte der Sehnsucht – 300 Jahre Gartenbaukunst in Deutschand‘ wird zu einer Rundreise eingeladen. Beispiele kunstvoll gestalteter Gärten und Parks aus Schleswig-Holstein und Hessen stehen im Mittelpunkt. So bietet die Ausstellung – in der Mehrzahl mit gestalteten Bild-Text-Tafeln – zugleich einen historischen Parcours von der Renaissance, über Barock, englische Landschaftsgarten zum Bürgerpark, wie er im 19. Jahrhundert aufkam. Dazu gehört der Wandel vom adligen Lustgarten zugleich als Ausdruck herrrschaftlichen Machtanspruches zum für alle zugänglichen ‚Volksgarten‘. ‚Orte der Sehnsucht‘ artikuliert bereits für die Gartengestaltung eine romantische Verklärung und Weltanschauung.

Zur Gartenkunst in historischen Gärten und Parkanlagen in Hessen gab Bernd Modrow, ehemals bei den Staatlichen Schlössern und Gärten in Hessen bedienstet, bei Ausstellungseröffnung einen weitgefassten Überblick. Fotografien Hartwig Bambey

Planzeichnung von 1706 zur Gestaltung des Karlsberges mit Anlage der Wasserpiele in Kassel Wilhelmshöhe von G.F. Guerniero. –> Zur Großdarstellung anklicken

Gartenbaukunst war ein wesentlicher Wirkungsbereich für Baumeister und Architekten. Dies wird in der Ausstellung erfahrbar in Gestalt von Planzeichnungen. Bau und  Gestaltung des Herkules-Monuments mit den Kaskaden im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel leistete der italienische Baumeister Giovanni Francesco Guerniero.
Planungsfehler und Geldmangel waren die Gründe, weswegen die Planungen von Guerniero unvollendet blieben und der Baumeister vor Vollendung der Bauarbeiten sich nach Italien absetzte.

So bietet die Ausstellung erfreulicherweise neben Text-Bild-Tafeln auch Originalzeugnisse in Vitrinen, was deutlich zur Anschauung und Vielseitigkeit beiträgt. Die Dokumente und Informationen zur Gestaltung der Tafeln über die hessischen Gärten und Parkanlagen hat Lydia Kaiser vom Haus der Romantik allesamt selbst zusammengetragen und montiert.

Die Ausstellung kann von Dienstag bis Sonntag von 11 – 13 und 14 – 17 Uhr besucht werden. Am 9. Juli bietet der Verein eine Exkursion mit Vortrag über Rosen in den Botanischen Garten auf den Lahnbergen. Am 25. August gibt es eine Tagesfahrt auf den Spuren der Brüder Grimm nach Hanau und Steinau an der Straße und einen Besuch des Staatsparks Wilhelmsbad.

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