Mit fremden Federn – Nicht nur Native Americans trugen Federschmuck

Marburg 20.06.2019 (pm/red) Gastbeitrag von Ursula Wöll Das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur in Wiesbaden präsentiert eine ethnologische Sonderausstellung unter dem Titel „Mit fremden Federn“. Sie ist nicht nur prächtig anzusehen, sondern informiert auch …

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ONE WITH A MOVIE CAMERA wurde ein voller Erfolg

Marburg 7.12.12 (ma) Zahlreiche BesucherInnen fanden am zurückliegenden Wochenende den Weg zum ersten internationalen ethnographischen Filmfestival in Hessen. Die Plätze im Kinosaal des Trauma´s waren an beiden Vorstellungstagen äußerst begehrt und vollbesetzt. Somit wurden die Erwartungen der Veranstalterinnen – Dorothea Braun, Laura Naumann und Johanna Kost – mehr als übertroffen.
Sie waren es auch, die im Rahmen einer universitären Exkursion zum Göttinger ethnographischen Filmfestival die Idee zu einem Marburger Pendant hatten und an diesem Vorhaben festhielten. Zum Glück! – Denn trotz einiger, im Vorfeld aufgetretener Schwierigkeiten meisterten die drei Studentinnen der ‚Europäischen Ethnologie‘, ‚Bildenden Kunst‘ und ‚Kunstwissenschaften‘ die Organisation und Umsetzung ihres Veranstaltungsdebüt´s mit Bravour – nicht zuletzt durch die Unterstützung zahlreicher Kommilitonen und Kommilitoninnen.

Höhepunkt des Festivals war eine Podiumsdiskussion mit Filmemachern und Ethnologen, darunter Bernard Poulelaouen, Dr. Beate Engelbrecht, Prof. Godula Kosack, Felix Riedel und Claus-Marco Dieterich. ->Weitergehendes zu den Personen in der Online-Präsenz des Festivals
Darin ging es unter anderem um die Frage nach der Definition des ethnologischen Film und inwieweit dieser für die Wissenschaft überhaupt als Forschungsquelle gelten kann – besteht doch hier oftmals eine Spannung zwischen ästhetischer Qualität und wissenschaftlicher Genauigkeit. Die Teilnehmenden vertraten diesbezüglich ganz unterschiedliche Meinungen, die durch die gezielten Fragen des Moderators Karl Braun zwar von jedem nacheinander beantwortet wurden, jedoch zuweilen den diskursiven Charakter vermissen ließen.

Podiumsdiskussion zum Festival mit Felix Riedel, links, Moderator Prof. Karl Braun, Claus-Marco Dieterich, Dr. Beate Engelbrecht, Bernard Poulelaouen.

Ähnlich der Vielfalt der Diskussionsstandpunkte wurde dem überwiegend jungen Publikum eine Bandbreite an verschiedenen Formen des ethnologischen Films dargeboten. Dies kann gerade für ein Laien-Publikum sehr hilfreich sein, um das Genre des ethnographischen Films den Zuschauern und Zuschauerinnen überhaupt erst einmal näher zu bringen. Aus einer anderen Perspektive wirkte die Auswahl der Filme dadurch eher willkürlich. Festivals sollen immer ein breites Spektrum präsentieren. Jedoch steht hinter einer vielfältigen Auswahl in den meisten Fällen dennoch ein stringentes Konzept, das hier vermisst wurde.

Nichtsdestotrotz wurden interessante puristische und auch ästhetisch anspruchsvolle Filme gezeigt, an denen das Publikum sichtlich Freude hatte. Noch steht nicht fest, ob das Filmfestival im nächsten Jahr erneut stattfinden wird. Doch lässt die positive Resonanz der diesjährigen Besucher sehr darauf hoffen.