Mit fremden Federn – Nicht nur Native Americans trugen Federschmuck

Marburg 20.06.2019 (pm/red) Gastbeitrag von Ursula Wöll Das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur in Wiesbaden präsentiert eine ethnologische Sonderausstellung unter dem Titel „Mit fremden Federn“. Sie ist nicht nur prächtig anzusehen, sondern informiert auch …

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Aktiver Klimaschutz im Landkreis – Strohpelletierungsanlage eingeweiht

Die Strohpelletsanlage von Hans Georg Hof, Mitte, in Gladenbach-Rüchenbach stieß bei Ministerin Priska Hinz,links, und Landrätin Kirsten Fründt auf großes Interesse. Foto Markus Morr

Die Strohpelletsanlage von Hans Georg Hof, Mitte, in Gladenbach-Rüchenbach ist bei Ministerin Priska Hinz, links, und Landrätin Kirsten Fründt auf großes Interesse gestoßen. Foto Markus Morr

140426 Hessens Umweltministerin Priska Hinz hat gemeinsam mit Landrätin Kirsten Fründt eine Strohpelletierungsanlage der Firma Hof Sonderanlagenbau in Gladenbach-Rüchenbach eingeweiht. Die Strohpellets können als energetischer Brennstoff oder als Einstreu beispielsweise für Pferdeställe genutzt werden. Stroh hat den Vorteil als Koppelprodukt der Getreideerzeugung nicht in Flächenkonkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion zu stehen. Zudem hat eine eigens in Auftrag gegebene Studie ergeben, dass Stroh, als biologischer Festbrennstoff, eines der höchsten noch ungenutzten energetischen Potenziale besitzt. „Es ist ein guter Schritt, dass erstmals in Hessen Stroh als landwirtschaftlicher Reststoff klimaneutral mit Strom aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage aufbereitet wird“, sagte Priska Hinz vor Ort.

Die Strohpellets werden hergestellt, um die Lager- und Transportfähigkeit zu erhöhen. Gleichzeitig wird die Energiedichte erhöht und die Dosierbarkeit verbessert. Die Strohpelletierungsanlage der Firma Hof kann eine Tonne Stroh in der Stunde verarbeiten und ist mit der Produktion von Pellets für den Eigenbedarf zu 50 bis 60 Prozent ausgelastet. Somit besteht die Möglichkeit, die Anlage auch überbetrieblich einzusetzen. Die Firma Hof nutzt die Strohpellets um die betriebseigene Produktionshalle von 5.700 qm zu heizen. Die Strohpellets werden dazu in einem Biomassekessel verbrannt. Die Ministerin hatte Gelegenheit, sich die Biomasse-Heizanlage vor Ort in Lohra anzuschauen. Diese Anlage ist hessenweit die erste Anlage ihrer Art, welche die Zulassung nach der 4. Bundesimmissions-Schutz-Verordnung für die Verbrennung halmgutartiger Biomasse hat.

Im Zusammenhang mit der Einweihung der Strohpelletierungsanlage konnte Landrätin Kirsten Fründt für den Landkreis Marburg-Biedenkopf die Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“ unterzeichnen. „Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist seit vielen Jahren im Bereich des Klimaschutzes sehr engagiert und gilt als einer der Vorreiter in Deutschland“, konstatierte die Ministerin. Der Landkreis nutzt die Förderung des Bundes im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Diese Förderlinie unterstützt sogenannte Integrierte Klimaschutzkonzepte. Ein solches wurde im Oktober 2011 vom Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgestellt.

Darüber hinaus wurde im August 2012 der „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ auf den Weg gebracht, der ebenfalls von der NKI gefördert wird. „Dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ist der Klimaschutz bereits seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Durch den derzeit in Umsetzung befindlichen ‚Masterplan 100 Prozent Klimaschutz’ haben wir unsere Klimaschutzziele nochmals erweitert. Diese ambitionierten Ziele können wir allerdings nur in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis erreichen“, so Landrätin Fründt.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist einer von bundesweit drei Landkreisen, der für das von der NKI geförderte Modellprojekt „Masterplan“ ausgewählt wurde. Er soll aufzeigen, wie bis zum Jahr 2050 eine Halbierung des Energiebedarfs und eine Verringerung der klimaschädlichen Treibhausgase erreicht werden kann.