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Marburger Weltladen stellt neuen Elisabeth-Tee vor

Vorstellung des fair gehandelten Elisabeth-Tees: Ralf Dörschel, links, vom Weltladen Marburg, Bürgermeister Franz Kahle, Petra Wintergerst vom Weltladen Marburg sowie Andrea Heinz und Jochen Friedrich vom Fachdienst Umwelt, Fairer Handel und Abfallwirtschaft der Universitätsstadt Marburg. Foto Jonas Becker

Vorstellung des fair gehandelten Elisabeth-Tees: Ralf Dörschel, links, vom Weltladen Marburg, Bürgermeister Franz Kahle, Petra Wintergerst vom Weltladen Marburg sowie Andrea Heinz und Jochen Friedrich vom Fachdienst Umwelt, Fairer Handel und Abfallwirtschaft der Universitätsstadt Marburg. Foto Jonas Becker

Marburg 140911 (pm/red) Mit dem Darjeeling ‚Elisabeth Schwarztee‘ erweitert der Weltladen Marburg nach der Einführung des ‚Elisabeth Kaffees‘ sein Verkaufssortiment um einen weiteren Artikel aus fair gehandelter Produktion. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Kahle wurde das neue Angebot jetzt im Rathaus offiziell vorgestellt.

Der Tee steht ganz im Zeichen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Eine weitere Besonderheit: Der Tee hat die höchste Qualitätsstufe erhalten. Denn die Pflückerinnen gehen während der ersten Ernte im März und April täglich über die gleichen Felder und sammeln nur frisch nachgewachsene Teetriebe mit zwei Blättern und einer Knospe. Das verleiht dem Tee eine zartgelbe Farbe und ein mild-blumiges Aroma.

„Einen solchen Tee herauszubringen, ist eine Besonderheit, für die wir dem Weltladen dankbar sind. Der Weltladen hat nicht nur die Funktion, fair gehandelte Produkte zu verkaufen, sondern auch Prozesse des Fairen Handels sowie Nachhaltigkeitsprozesse pädagogisch zu vermitteln. Das ist uns als Stadt wichtig“, betonte Bürgermeister Franz Kahle. „Somit kann ein Projekt wie der fair gehandelte Bio-Tee aus Darjeeling nur ein Gewinn sein. Dieses Projekt zeigt mir, dass der Weltladen weiter an guten Ideen arbeitet“, freute sich der Bürgermeister bei der Präsentation des neuen Produktes.

Der Tee fand seinen Weg in die Verkaufsregale des Weltladens durch eine Zusammenarbeit zwischen der Steuerungsgruppe zum Fairen Handel der Universitätsstadt Marburg, dem Marburger Weltladen sowie der ‚dwp eG Fairhandelsgenossenschaft‘. Diese Genossenschaft importiert den Tee aus Darjeeling, einer an Nepal grenzende Hochlandprovinz Indiens.

Dort zeigen sich seit Jahren die positiven Auswirkungen des Fairen Handels mit dem Tee: 1998 entstand die Sanjunkta-Vikas-Kleinbauern-Kooperative, die auf ihren gemeinsamen Flächen den Darjeeling-Tee anbaut und erntet. Durch die Gründung der Kooperative konnten die Kleinbauern und ihre Familien die Abhängigkeit von Zwischenhändlern überwinden und mit einem höheren Einkommen ihre Lebenssituation verbessern.

2006 beispielweise erfolgte der Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Auch wurden Grundschulen sowie eine medizinische Grundversorgung eingerichtet. Frauenkomitees sorgen zudem für eine Verbesserung des sozialen Zusammenlebens. Mittlerweile erstreckt sich die Fläche der Kooperative auf 14 kleine Dörfer, wo die Teebüsche in einem ursprünglichen und funktionierenden Ökosystem heranwachsen. Die Gründung weiterer Kleinbauern-Initiativen ist beabsichtigt.

Verkostung am 22. Oktober
Für alle interessierten Tee-Trinker wird am 22. Oktober – 16 Uhr die Gelegenheit geboten, im Marburger Weltladen an einer Tee-Schulung teilzunehmen und den neuen Elisabeth Tee zu kosten. Um Voranmeldung wird gebeten: Marburger Weltladen, Markt 7, 35037 Marburg, 06421/686244, info@marburger-weltladen.de