Kassel…verliebt in Saskia – Sonderausstellung zu Liebe und Ehe in Rembrandts Zeit

Marburg 15.04.2019 (pm/red) Die Sonderausstellung im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel ist im Rembrandtjahr 2019 das zentrale Thema bei der Museumslandschaft Hessen Kassel. Die Geschichte von Saskia und Rembrandt, ihres gemeinsamen Glücks und Leids, ist zugleich …

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Zur Zivilcourage ermutigen – Filmteam dreht in der Marburger Altstadt

FilmaufnahmenMarburg 21.10.2014 (pm/red). Einen Kurzfilm für die hessenweite Gewaltpräventionskampagne ‚Gewalt-Sehen-Helfen‘ hat ein Filmteam am Samstag in der Marburger Altstadt gedreht. Dieser soll als ‚Teaser‘ bei Workshops, Veranstaltungen, in Kinos und im Internet Menschen Mut machen, in kritischen Situationen einzuschreiten und zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Oberbürgermeister Egon Vaupel betont, dass sich die Stadt Marburg zusammen mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf bereits seit mehreren Jahren aktiv an der Kampagne zur Förderung der Zivilcourage beteiligt. Ziel sei es, die gemeinsame Position gegen Gewalt in alle gesellschaftlichen Schichten und Altersklassen vom Kindergarten bis zur Universität zu tragen. „Was passiert wo und was können wir tun, damit soziale Normen eingehalten werden“, laute die Frage, die beantwortet werden müsse, so das Stadtoberhaupt.

Angeregt hat den Film die Aktion ‚EinSicht Marburg gegen Gewalt‘ – ein Kooperationsprojekt der Stadt Marburg mit der Philipps-Universität. Die Finanzierung des Spots hat das Hessische Ministerium des Innern und des Sports übernommen. Für die Produktion ist die Marburger Firma Streiflicht-Produktion unter Leitung von  Thomas Rösser verantwortlich.

Ehrenamtlich wirkten auch die Schauspieler mit. Sie betonten, dass ihnen das soziale Engagement wichtig ist. Als Akteure treten in dem Film Alexander Peiler (Hessisches Landestheater Marburg), Christian Lugerth (Stadttheater Gießen) und Willi Weitzel (Willi will´s wissen) auf. Mit dabei war auch die Schauspielerin Marita Marschall, die dem Fernsehpublikum unter anderem aus dem Traumschiff und Tatort bekannt ist.

In der in Marburg gedrehten Geschichte geht es um einen jungen Mann, der auf dem Marktplatz Blumen für seine Freundin kauft. Auf dem Nachhauseweg durch die Gasse ‚Hinter dem Fürstenhof‘ begegnen ihm zwei Männer. Es kommt zu einer bedrohlichen Rempelei. Viele Menschen sehen das, gehen aber vorbei, ohne etwas zu tun. Dann tritt Marita Marschall dazu. Zweimal reagiert sie falsch, um dann alles richtig zu machen.

Nach Auskunft von Johannes Maaser vom Kampagnepartner Philipps-Universität wird es zwei Versionen des Films geben, eine sei etwa zwei Minuten lang, eine Kurzform werde 30 Sekunden dauern. Spätestens im Juni 2015 solle der Spot anlässlich des Bundespräventionstages gezeigt werden. Eine Vorpremiere ist für die Marburger Kinos vorgesehen.

Wie Maaser betont, geht es darum, dem Opfer zu helfen, ohne selbst zum Opfer zu werden. Das Handeln müsse opferzentriert und gewaltfrei sein, gleichzeitig gelte es, Öffentlichkeit herzustellen und somit andere miteinzubeziehen. Jeder, unabhängig von Geschlecht, Alter, Größe und Körperbau, könne helfen. Jede Person könne einen Beitrag zur Bewältigung einer Gefahrensituation leisten und wenn es nur die Verständigung der Polizei per Notruf sei.

Interessierte Gruppen von etwa zehn Leuten können sich jederzeit unter Telefon 06421/1583 für Seminare zur Zivilcourage anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Mit dem tragischen Tod eines 20-Jährigen in der Oberstadt haben die Dreharbeiten nichts zu tun. Es handelt sich laut Oberbürgermeister um ein langfristiges Projekt.