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4,5 Millionen für Sanierung naturwissenschaftlicher Trakt am Philippinum

Marburg 23.02.2015 (pm/red) 4,5 Millionen Euro hat die Universitätsstadt Marburg in die Sanierung des naturwissenschaftlichen Fachtrakts am Gymnasium Philippinum investiert. „Dieses Geld ist gut angelegt, weil wir jetzt für die kommenden Jahre die Voraussetzungen geschaffen haben, einen guten naturwissenschaftlichen Unterricht am Gymnasium Philippinum anzubieten“, so Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach am Mittwoch. „Ich freue mich heute über die feierliche Eröffnung, denn es war ein langer Weg“, sagte Schulleiter Wolf-Dieter Stein. Er erinnerte damit an die vierjährige Bauzeit.
Nach der 2010 abgeschlossenen Sanierung der Gebäudehülle hatte das Philippinum bei der Stadt zusätzlich die Innenraumsanierung der Naturwissenschaften beantragt, um die zum Teil veralteten Räume auf einen modernen Stand für aktuelle Unterrichtsformen zu bringen. Die Fachräume für Biologie, Physik und Chemie wurden komplett neu ausgestattet. Hinzu kamen neue Beleuchtung, die Sanierung der Bodenbeläge sowie der gesamten Technik und der Toiletten.

Vier Jahre hatte die Sanierung gedauert, weil von Anfang an geplant war, dass in jedem Schuljahr nur eine Etage saniert werden soll, um die Einschränkungen im Unterricht in Grenzen zu halten. Während der Bauphase wurde außerdem deutlich, dass der Brandschutz  auch umfangreiche Decken- und Betonsanierungen erforderlich machte. Hinzu kam die Entscheidung, auch einen Teil des Treppenhauses und sämtliche Toiletten zu sanieren.

„Im Planungsprozess war es uns besonders wichtig, mit den einzelnen Fachschaften – Chemie, Physik und Biologie – zu reden und individuell festzulegen, wie die Räume nach aktuellen Erfordernissen eingerichtet werden müssen“, sagte Weinbach. So stehen jetzt beispielsweise in der Chemie nicht mehr fest installierte Tische. Stattdessen ist der Experimentierbereich an den Wänden angeordnet, so dass sich flexible Unterrichtssituationen ergeben. „Als Schulträger hoffen wir, dass diese gute Ausstattung den Schülerinnen und Schülern Ansporn ist und Interesse für naturwissenschaftliche Fragestellungen bereitet“, sagte Weinbach. „Unsere Gesellschaft braucht gut ausgebildete junge Menschen“, betonte sie.

Aber nicht nur die Bausubstanz der Naturwissenschaften wurde saniert. Auch die provisorisch eingerichtete Garderobe für das Darstellende Spiel ist nun vollständig erneuert sowie mit einer Reihe von Schminktischen und einem Friseurwaschbecken ausgestattet. Die Fachschaft Biologie hat eine neue Lösung für ihre Aquarien und Terrarien bekommen. In der Vergangenheit waren diese auf dem Flur untergebracht, was nicht nur sicherheitstechnisch problematisch war, sondern auch die Pflege erschwerte. Die Gefäße wurden jetzt direkt in die Wand integriert, so dass man ihre Bewohner viel besser beobachten kann. Die naturwissenschaftlichen Fachräume sind zudem alle mit Smart-Boards ausgestattet worden.

Die Schule habe mit großer Geduld die Einschränkungen ertragen, die sich durch die Sanierung im Unterrichtsalltag ergeben, sagte Weinbach. Sie bedankte sich auch bei den beteiligten Firmen und Fachplanern sowie den Mitarbeitern des Fachdienstes Hochbau. Denn alle Beteiligten hätten dazu beigetragen, dass sich das Ergebnis jetzt sehr gute sehen lassen könne, was nach dem offiziellen Teil den Gästen bei einer Führung bestätigt wurde.