Einladung zum Marburger Friedensforum: Abrüsten statt Aufrüsten – Sicherheit neu denken

Marburg 10.08.2019 (pm/red) Krieg, Armut, Verzweiflung, Flucht – die Politik braucht Nachhilfe. Kampf um Ressourcen, Militäreinsätze und Rüstungsgeschäfte stehen dem Frieden im Weg. Noch mehr Geld für die Rüstung und Militäreinsätze? Nein – aktive Friedenspolitik …

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Vollautomatischer Verkehr auf die Lahnberge? – IHK-Regionalausschuss konstituiert Arbeitsgruppe

KFZ-VerkehrMarburg 29.3.2016 (pm/red) Vollautomatisch vom Marburger Hauptbahnhof auf die Lahnberge? Das ist die Idee des Physikers Prof. Martin Przewloka, der das ungewöhnliche Mobilitätskonzept dem IHK-Regionalausschuss Marburg kürzlich vorgestellt hat. „Das ist keine Fiktion“, sagte der in Großen-Buseck lebende Honorarprofessor der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), der mehr als 20 Jahre für den Softwarehersteller SAP gearbeitet hat.

DAlle großen Automobilhersteller Deutschlands arbeiten an vollautomatischen Fahrzeugen, die auf definierten Strecken fahren, überholen und Hindernissen ausweichen, ohne dass die Insassen zum Steuer greifen müssen. Daimler hat die ersten vollautomatischen Fahrzeuge für 2020 angekündigt. Für das System kann die bestehende Infrastruktur genutzt werden. Die sich selbst steuernden Fahrzeuge würden dann in einer Art Kreisverkehr auf der Strecke fahren und könnten sowohl für Passagiere als auch für Kurierdienste und Waren genutzt werden.

Bis 2035 sollen sie nach Einschätzung von Przewloka einen Marktanteil von 25 Prozent haben. Für Marburg empfiehlt der Experte die viel befahrene Strecke vom Hauptbahnhof zu den Lahnbergen, für die bislang über Entlastungen durch eine Seilbahn, eine Straßenbahn und mehr Busse diskutiert wird.

Der Personenverkehr stellt bereits heute die Universitätsstadt Marburg vor große Herausforderungen, zusätzlich verschärft durch die Parkplatzproblematik und ein außergewöhnlich hohes Pendelaufkommen zwischen der Innenstadt und den sogenannten Lahnbergen – Prognose weiter steigend. Das Schaffen neuer Infrastrukturen wie beispielsweise einer Seilbahn oder anderer öffentlicher Nahverkehrsmittel erfordert außerordentlich hohe Investitionen, so der Vorsitzende des Regionalausschusses, der Lohraer Unternehmer Peter Lather. Zudem sei fraglich, ob damit dem zukünftigen Bedarf an hochflexiblen, effizienten und skalierbaren Mobilitätslösungen ausreichend Rechnung getragen wird.

„Mit der Idee der vollautonomen Mobilität wollen wir einen neuen Denkanstoß in die Diskussion einbringen“, erklärt Lather. Deshalb hat der IHK-Regionalausschuss eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die weiter an dieser Idee arbeiten und Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren soll. Lather: „Warum soll Marburg nicht die erste Stadt sein, in der sich autonome Fahrzeuge bewegen?“